Parallelwelten im Kino

Saarbrücken · Die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) und das Kino Achteinhalb laden zu zwei Filmabenden in Anwesenheit der Regisseure ein: Am 27. Juni wird in der Reihe "Architektur und Film" die Comic-Verfilmung "Dolores" und am 28. Juni in der Reihe "Dialog im Kino - Migrationsgeschichten" die Dokumentation "Wir sitzen im Süden" gezeigt.

 Franziska Petri und Udo Schenk in „Dolores“. Foto: kino achteinhalb

Franziska Petri und Udo Schenk in „Dolores“. Foto: kino achteinhalb

Foto: kino achteinhalb

"Dolores" spielt in Stuttgart im Jahr 1952. Der Modellbauer Georg Letterer steht vor dem Ruin. Da tritt die Hollywood-Diva Dolores Moor in sein Leben. Sie will Deutschland verlassen und ein exaktes Modell ihrer extravaganten Villa als Erinnerung mitnehmen. Georg verliebt sich in sie und entdeckt, dass er mithilfe seines Modells die Wirklichkeit beeinflussen kann. Mit einem Gespür für Ausstattung versetzt der Regisseur den Zuschauer in die 1950er Jahre. Gedreht wurde in der Originalvilla des Stuttgarter Nervenarztes und Filmregisseurs Ottomar Domnick. "Dolores" läuft am Montag, 27. Juni, um 19 Uhr im Kino Achteinhalb . Regisseur Michael Rösel und Professor Ulrich Pantle, der Architektur an der HTW Saar lehrt, bieten am Ende die Möglichkeit zur Diskussion.

Vier Schicksale zeigt der Film "Wir sitzen im Süden", der am 28. Juni, 20 Uhr, im Kino Achteinhalb gezeigt wird. Çiðdem hat Deutschland verlassen, um in der Wahlheimat Türkei zu leben. Fatos und Murat wurden als Jugendliche von ihren Eltern zurückgeholt, Bülent abgeschoben. Drei Dinge verbinden alle: Sie sind in Deutschland aufgewachsen und leben jetzt in Istanbul. Der Film gewährt Einblick in diese "Parallelgesellschaft" in der türkischen Metropole. Regisseurin Martina Priessner dreht die Perspektive der Integrationsdebatte um und bringt Humor in ein ernstes Thema. Nach der Vorführung des Films berichtet sie über ihre Arbeit.

kinoachteinhalb.de

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