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Option nach Luxemburg bleibt wichtig

Hoffen auf eine Weiterfahrt im Niedtal: Die lothringisch-saarländischen Partner am Bahnhof in Siersburg. Foto: Photo-Phant
Hoffen auf eine Weiterfahrt im Niedtal: Die lothringisch-saarländischen Partner am Bahnhof in Siersburg. Foto: Photo-Phant FOTO: Photo-Phant
Rehlingen-Siersburg. Die Partnerkommunen Rehlingen-Siersburg und Bouzonville kämpfen um die zukünftige Entwicklung der Eisenbahn auf der Niedtal-Strecke. Mit einer Resolution haben sich die Bürgermeister positioniert. Nicole Bastong

Adressaten sind der Regionalrat Lothringens, die saarländische Landesregierung. die französische Eisenbahngesellschaft SNCF und die Deutsche Bahn AG.

Bouzonvilles Bürgermeister Gilbert Philipp kritisierte scharf die Verantwortlichen wegen der mangelhaften Informationspolitik zum Auslaufen des Gütertransports auf der Niedtalstrecke. Diese Entscheidung habe Einfluss auf die wirtschaftlichen Aktivitäten im Niedtal, auf saarländischer wie auf lothringischer Seite.

Die Fortsetzung der Strecke über Bouzonville hinaus bis Luxemburg bleibe eine reale und wichtige Perspektive, betonen die beiden Bürgermeister.

In dem Positionspapier wird insbesondere die Saar-Regierung aufgefordert, "vorurteilsfrei" eine direkte Verbindung von Saarbrücken über das Niedtal nach Luxemburg erneut zu untersuchen. Mit einem Aufwand von mehreren Millionen Euro sei erst vor wenigen Jahren die Gleisanlage zwischen Dillingen und Bouzonville erneuert worden. Eine Elektrifizierung der Strecke sei nicht zwingend erforderlich, ebensowenig ein zweigleisiger Ausbau der gesamten Strecke, heißt es in dem Papier.

Die Verantwortlichen des Regionalrates Lothringens und der SNCF sollen dafür sorgen, dass der Abschnitt Niedaltdorf/Guerstlingen weiterhin unterhalten wird. Die Saar-Regierung soll zudem Verhandlungen mit der Dillinger Hütte aufnehmen, um den Güteverkehr nach und von Lothringen wieder auf die Niedtal-Strecke zu verlegen.