Opposition: Saarland wird vom Bund abgehängt

Die unterdurchschnittliche Präsenz von Bundesbehörden im Saarland ist nach Ansicht der Opposition ein Zeichen dafür, dass es der Landesregierung in Berlin an Einfluss fehlt. "Wenn seit 1995 rund ein Drittel der Stellen bei Bundesbehörden hier im Land verloren gegangen sind, dann ist das kein Zufall", sagte Linken-Fraktionschef Oskar Lafontaine zu den Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Saarland (die SZ berichtete).

"Diese Untersuchung beweist aufs Neue, dass die Landesregierung es nicht versteht, saarländische Interessen in Berlin durchzusetzen." Das Saarland werde mehr und mehr abgehängt.

Laut IHK-Statistik fehlen im Saarland zum Durchschnitt der Länder rund 1400 Arbeitsplätze in Bundesbehören. Grünen-Fraktionsvize Klaus Kessler bezeichnete dies als ungeheuerlich: "Dieser Zustand ist schon angesichts des enormen Schuldenbergs des Saarlandes nicht hinnehmbar." Die Saarländer in der Bundesregierung, Heiko Maas und Peter Altmaier , müssten sich stärker für die Belange ihrer Heimat einsetzen.