Opposition reicht die Zusage gegen Fluglärm der Kampfjets nicht aus

Opposition reicht die Zusage gegen Fluglärm der Kampfjets nicht aus

Die Grünen und die Linken im Landtag fordern von Innenminister Klaus Bouillon (CDU) nach dem Spitzentreffen mit der Bundeswehr eine massive Reduzierung des Fluglärms.

Der Flugbetrieb solle gleichmäßig über alle acht Übungskorridore bundesweit verteilt werden. Der Fraktionsvize der Grünen, Klaus Kessler , bezeichnete die Ankündigungen Bouillons als "Luftnummer". Es gebe keine verbindliche Zusage des Verteidigungsministeriums, dass die Zahl der Militärflugzeuge reduziert werde. Außerdem könne es keine Lösung sein, die Mindestflughöhe für Militärjets von 3000 Metern auf 4000 bis 5000 Meter anzuheben. Allein dadurch sei keine Senkung des Lärmpegels zu erwarten.

Die Linke ist mit den Absichtserklärungen des Bundesverteidigungsministeriums ebenfalls unzufrieden. Noch immer lägen die versprochenen Auswertungen über die Belastung über dem Saarland nicht vor, erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Saar-Linken, Dagmar Ensch-Engel . Offensichtlich seien die Zusagen, bis Herbst 2015 Ergebnisse zur gerechteren Verteilung der militärischen Übungsflüge vorzulegen, ein reines Hinhaltemanöver und keine ernsthafte Absicht gewesen.

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