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Olaf Happel liebt „positiven Stress“

Olaf Happel sorgt dafür, dass alles reibungslos läuft. Foto: Becker&Bredel
Olaf Happel sorgt dafür, dass alles reibungslos läuft. Foto: Becker&Bredel FOTO: Becker&Bredel
Saarbrücken. Arbeiten, wo andere den Urlaub beginnen: Am Flughafen Saarbrücken, sind viele Menschen damit befasst, eine sichere, pünktliche und angenehme Reise zu gewährleisten. Passagiere ahnen oft gar nicht, wie viele Aufgaben dort zu erledigen sind. In einer Serie stellen wir Mitarbeiter des Airports vor. Diesmal: Olaf Happel. Peter Wagner

Olaf Happel hat sozusagen "Flughafen" von der Pike auf gelernt, um nicht zu sagen studiert. Der 52-Jährige ist gelernter Reiseverkehrskaufmann, war Zeitsoldat bei der Luftwaffe mit Auslandserfahrung, fing 1988 als Mitarbeiter der Vorfeldkontrolle auf dem Flughafen Ensheim an, machte Zusatzausbildungen und arbeitete sich mit Können und Fleiß zum stellvertretenden Leiter Verkehr und Betrieb sowie zum Vizechef für Sicherheit hoch.


Über letztere Tätigkeit kommt ihm kein Wort über die Lippen - aus Sicherheitsgründen möchte er keinerlei Details preisgeben. Die restliche Tätigkeit ist am besten so umschrieben: Happel sorgt dafür, dass der Flughafenbetrieb läuft, und zwar in Übereinstimmungen mit den rechtlichen Vorgaben sowie mit den Verträgen, die der Airport mit den einzelnen Fluggesellschaften geschlossen hat. Flächen und Geräte müssen in Ordnung sein, das eingesetzte Personal muss über die geforderten Qualifikationen verfügen.

Aus seinem Büro hat der leitende Mitarbeiter eine prächtige Aussicht auf das Flugfeld, es geht ihm aber nichts über Rundgänge, bei denen er den besten Eindruck über die Geschmeidigkeit des Betriebes bekommt. Ist der Job nicht arg stressig? "Ja", sagt Olaf Happel, er empfinde allerdings "positiven Stress ". Seinen Werdegang habe er "keine Sekunde bereut".

Der Püttlinger pflegt übrigens ein ausgefallenes Hobby, sammelt historische Werbeobjekte und -figuren, vor allem alte Brauereischilder aus Emaille.

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Stichwort Der Flughafen Saarbrücken (SCN) hat etwa 100 Mitarbeiter, auf dem gesamten Gelände arbeiten etwa 600 Menschen. Pro Tag starten im Jahresdurchschnitt zehn Flugzeuge, im Sommer sind es zwölf, im Winter acht Flüge. Im Sommer fliegen täglich bis zu 1000 Menschen ab Ensheim, im Durchschnitt allein nach Mallorca etwa 550 Urlauber. Die Zahl der Fluggäste sank im ersten Halbjahr im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 4,9 Prozent auf rund 185 000. Das besagt die Statistik der Arbeitsgemeinschaft deutscher Verkehrsflughäfen. Besonders stark war der Rückgang im Juni (-9,9 Prozent im Vergleich zum Juni 2015). Hauptgrund sei die Verringerung der Antalya-Flüge wegen der Anschläge von neun auf vier pro Woche, sagte Flughafenchef Thomas Schuck . red