Öl-Alarm am Schiffswrack Erna

Saarbrücken. Der gesunkene alte Saarkahn Erna im Osthafen hat gestern einen weiteren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Anlieger hatten im Hafen einen Ölteppich bemerkt. Bunt schimmernd lag das Öl auf dem Wasser. Und der Wind trieb den Film in den Altarm. Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes, der Wasserschutzpolizei und der Feuerwehr begutachteten die Lage

Saarbrücken. Der gesunkene alte Saarkahn Erna im Osthafen hat gestern einen weiteren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Anlieger hatten im Hafen einen Ölteppich bemerkt. Bunt schimmernd lag das Öl auf dem Wasser. Und der Wind trieb den Film in den Altarm. Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes, der Wasserschutzpolizei und der Feuerwehr begutachteten die Lage.

Die Erna sitzt seit einer Woche auf Grund (SZ vom 23. Februar). Das Schiff ist vollgelaufen. Öl, womöglich Reste aus dem Maschinenraum, ist nun ins Wasser gelangt. Aber zum Glück stand der Wind gestern günstig und trieb den Ölfilm nicht aus dem Hafen.

Die Feuerwehr legte mit Hilfe eines Rettungsboots einen sogenannten Einmalschlängel, der das Öl stoppt. Die Wehrleute ließen das Boot mit Hilfe der Drehleiter zu Wasser.

Die Ölsperre, die wie eine Wurst auf der Wasseroberfläche liegt, beinhaltet ein Bindemittel. Der Schlängel bleibt weiter auf der Saar, und die Feuerwehr wird beobachten, ob weiteres Öl austritt.

Die Wasserschutzpolizei ermittelt wegen Umweltgefährdung. Unterdessen bleibt die Zukunft der Erna ungewiss. Albert Schöpflin, der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Saarbrücken (WSA), erklärte auf Nachfrage der SZ, dass der Eigner der Erna namentlich bekannt sei und seine Liegegebühren pünktlich bezahle. "Wir können das Schiff nur entfernen lassen, wenn die Sicherheit des Schiffsverkehrs beeinträchtigt ist, was aber im Osthafen nicht geschieht", sagt der WSA-Leiter und fügt hinzu, sein Amt habe den Eigner trotzdem aufgefordert, das Schiff zu bergen. Eile sei jedoch nicht geboten. Und das Verfahren sei auch nicht mit dem Vorgehen bei zu Unrecht abgestellten Autos zu vergleichen. Die werde die Kommune letztlich entsorgen. Mit Schiffen sei das aber nicht so einfach. Und der Liegeplatz im Osthafen sei ordnungsgemäß zugeteilt. Trotzdem hofft das Amt, dass der Eigner bald etwas unternimmt. Wer die Kosten für den Einsatz trägt, stand gestern noch nicht fest.