Nutzer sollen Hass-Postings in sozialen Netzwerken melden

Immer wieder werden Internetnutzer mit Hass-Kommentaren in den sozialen Netzwerken konfrontiert. Um Aussagen wie "Wegen der Flüchtlinge bekommen die Deutschen keine Wohnungen mehr" oder "Die Ausländer nehmen uns die Jobs weg" zu widerlegen, braucht man Gegenargumente. "In manchen Fällen zeigen Fakten und Statistiken, dass diese Hetzparolen auf keinen Tatsachen beruhen", erklärt Polizeisprecher Georg Himbert . Wer nach Informationen sucht, um Hass-Postings entgegenzutreten, und bei den zuständigen Behörden nichts findet, kann auf der Facebook-Seite der Polizei danach fragen. Diese Unterstützung begrüßt Sebastian Thul von der SPD : "Wer Haltung für Demokratie zeigt, der darf nicht alleine gelassen werden." Leider seien nur wenige Hetzer für fundierte Gegenargumente empfänglich, weiß Himbert. "Auf jeden Fall ist es wichtig, auch in den sozialen Netzwerken Flagge zu zeigen. Die Nutzer sollen fremdenfeindliche und volksverhetzende Inhalte melden." In strafrechtlich relevanten Fällen werde sofort ermittelt und eine Anzeige vorgelegt. Im Saarland sei die Zahl solcher Hetzparolen im Netz stabil. Diese betreffen nicht nur Ausländer und Flüchtlinge , auch gegen Homosexuelle oder Obdachlose werde immer wieder online gehetzt. "Je nachdem, was aktuell passiert, richtet sich dieser Hass gegen alle Minderheiten", so Polizeisprecher Himbert.