Nikolausgeschenk mit Verzögerung

Homburg · Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie konnte sich über einen Scheck in Höhe von 1000 Euro freuen. Dabei handelt es sich um den Erlös einer Tombola des Nikolausmarktes im vergangenen Jahr.

 Alexander von Gontard, Direktor der Klinik, freute sich über die Spende der Homburger Kulturgesellschaft, die von Norbert Zimmer, Philipp Scheidweiler, Christoph Neumann, Manfred Albrecht und dem Kulturbeigeordneten Raimund Konrad (von links nach rechts) überreicht wurde. Foto: Sarah Peters

Alexander von Gontard, Direktor der Klinik, freute sich über die Spende der Homburger Kulturgesellschaft, die von Norbert Zimmer, Philipp Scheidweiler, Christoph Neumann, Manfred Albrecht und dem Kulturbeigeordneten Raimund Konrad (von links nach rechts) überreicht wurde. Foto: Sarah Peters

Foto: Sarah Peters

Mit einigen Wochen Verspätung brachte der Nikolaus der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie nun noch ein Geschenk. So übergab die Homburger Kulturgesellschaft dem Direktor der Klinik, Doktor Alexander von Gontard, jetzt den Erlös der Tombola des Nikolausmarktes im vergangenen Jahr. Der Verkauf der Lose, deren Preise von Homburger Gewerbetreibenden gestiftet worden waren und eine Aufstockung der Kulturgesellschaft ergaben einen Betrag von 1000 Euro. "Viele Bereiche der Universitätsklinik des Saarlandes werden häufig mit Spenden bedacht, die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie führt im Gegensatz dazu ein Schattendasein", erklärte Christoph Neumann vom Kulturamt Homburg die Wahl des Adressaten.

Und der Kulturbeigeordnete Raimund Konrad fügte hinzu: "Wir sind stolz auf die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und brauchen sie." Wie sehr die Klinik gebraucht wird, zeigt der drastische Anstieg an ambulanten Fällen, die in der Klinik behandelt werden. Begleitet wurden Christoph Neumann und Raimund Konrad von Norbert Zimmer, Philipp Scheidweiler und Manfred Albrecht, die im Homburger Kulturamt für die Organisation von Festivitäten zuständig sind. Alexander von Gontard freute sich über die Spende, die in Verbindung mit den Räumlichkeiten des Neubaus eingesetzt werden soll. Dort entsteht der neue stationäre Bereich der Klink, in dem ab Anfang Juni Kinder und Jugendliche mit schweren psychischen Störungen behandelt werden, die eine besonders intensive Therapie benötigen. Für die verschiedenen Altersstufen der Patienten sollen drei Stationen zur Verfügung stehen: Eine Mutter-Kind-Station für Babys und Kleinkinder bis fünf Jahren, eine Kinderstation für die Sechs- bis 13-Jährigen und eine Station für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren. "Jede Altersgruppe bringt unterschiedliche Probleme mit und soll daher individuell behandelt werden können", erklärte Alexander von Gontard. Die Therapieangebote sind vielfältig und reichen von der Einzel- und Gruppentherapie, der Verhaltens-, Musik- und Ergotherapie bis hin zu pädagogischen Aktivitäten wie Schwimmen und Klettern.

Im stundenplanartigen Tagesablauf der Patienten fehle auch der Besuch der Krankenhausschule nicht. "Wir möchten keine künstliche Welt aufbauen, sondern den Kindern und Jugendlichen helfen, ihren Alltag zu meistern", sagte der Direktor der Klinik. Gerade bei den jugendlichen Patienten, die häufig aufgrund schwerer Depressionen, Zwangsstörungen und Psychosen lange in der Klinik bleiben müssen, sei es von großer Bedeutung, dass sie sich neben der Schule und den Therapien sportlich betätigen können.

"Die Spende der Homburger Kulturgesellschaft wird für die Anschaffung von Fitnessgeräten für die Jugendstation verwendet, für die bisher keine Mittel zur Verfügung standen", informierte er und betonte, dass sich die Jugendlichen täglich über die Spende freuen werden.