Niederlage trotz zweimaliger Führung

Die beiden Tore von Dominic Altmeier waren nicht genug. Zwei Mal lag der 1. FC Saarbrücken gegen Arminia Ludwigshafen vorne – und unterlag am Sonntag in der Fußball-Oberliga dennoch mit 2:3 (1:1). Der FCS ist nun Vorletzter.

Wieder gut gespielt, wieder keine Punkte. Trotz einer zweimaligen Führung gelang es der U 23 des 1. FC Saarbrücken im Heimspiel am Sonntag gegen Arminia Ludwigshafen nicht, sich im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga etwas Luft zu verschaffen. Am Ende mussten sich die Elf von Trainer Martin Forkel mit 2:3 (1:1) geschlagen geben.

"Es ist momentan einfach sehr ärgerlich. Wir waren in den letzten Spielen immer die bessere Mannschaft, belohnen uns aber nicht", sagte FCS-Verteidiger Stefan Kaeding. Sein Teamkollege Lukas Grünbeck sah es ähnlich: "Ich denke, dass wir heute einen Punkt verdient gehabt hätten. Wir haben auch heute wieder gut mitgehalten, aber es kommt für uns im Moment nichts Zählbares dabei heraus."

Dabei begann der FCS die Oberliga-Partie sehr druckvoll und ging früh in Führung: Johan Talamona setzte sich in zentraler Position gegen zwei Gegenspieler durch und legte auf den freistehenden Dominic Altmeier ab, der aus kurzer Distanz keine Probleme hatte (8.). Danach brauchten die Gäste aus Ludwigshafen etwas Zeit, um sich von dem Gegentreffer zu erholen, und mehr Druck auf das Saarbrücker Tor auszuüben. Marc-David Thau hatte noch zwei Riesenchancen zum Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte in der 20. Minute aber knapp und wurde zehn Minuten später zu unsauber angespielt. Besser für die Arminia machte es Jens Leithmann, der nach einem Eckball ein Zuspiel vom eingewechselten Tim Amberger aus der Drehung verwertete und humorlos zum 1:1 einnetzte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war der FCS wieder spielbestimmend und hätte erneut in Führung gehen können. Doch Godmer Mabouba zielte zu ungenau und traf nur den Pfosten. Dann setzte sich aber Nico Floegel auf der rechten Außenbahn durch und flankte in die Mitte. Dominic Altmeier stand wieder da, wo ein Stürmer stehen muss und staubte zum 2:1 ab (59.). In der Folge wirkte die junge Saarbrücker Mannschaft aber unkonzentriert und leistete sich viele technische Fehler und schlechte Pässe. Ludwigshafen zeigte auf der Gegenseite eine tolle Moral und kam wieder zurück: Nach einem Eckball kam Marcel Bormeth rund 25 Meter vor dem Tor an den Ball und traf mit einem sehenswerten Schlenzer zum erneuten Ausgleich (70.).

In der 78. Minute kam es noch schlimmer für die zweite Garde des FCS, als Innenverteidiger Pietro Berrafato nach einem Freistoß zum 3:2 einköpfte und seine Arminia auf die Siegerstraße brachte. Gegen Ende wurde das Spiel ruppiger, zwingende Chancen waren nicht mehr zu sehen. "Wir haben es in beiden Halbzeiten versäumt, nachzulegen und den Gegner kommen lassen. Drei Gegentore nach Standardsituationen zu bekommen, ist einfach blöd", sagte Kaeding. Warum das Saarbrücker Spiel nach den Führungen teilweise so zerfahren wirkte, konnte Lukas Grünbeck nur schwer erklären: "Vielleicht haben wir bei gegnerischem Ballbesitz nicht mehr weit genug herausgeschoben und waren dadurch immer einen Schritt zu spät. Bei den Standards waren wir viel zu anfällig." Der FCS rutschte in der Tabelle auf den vorletzten Rang, Ludwigshafen - seit sieben Spielen ohne Niederlage - bleibt Vierter.