Neues Wahlverfahren im Eiltempo an der Saar-Universität

Am kommenden Donnerstag hat die Saar-Universität aller Voraussicht nach einen neuen Präsidenten. Abgestimmt wird über einen einzigen Kandidaten: den Mikrobiologen Professor Manfred Schmitt.

Wenn in der kommenden Woche Senat und Hochschulrat der Saar-Universität zum dritten Mal zur Wahl des Uni-Präsidenten zusammentreten, dann ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass sie nach zwei gescheiterten Versuchen nun zu einem gemeinsamem Votum gelangen. Bei dieser Abstimmung, die der Landtag erst vergangene Woche durch eine eigens ins Hochschulgesetz eingefügte Übergangsregelung möglich gemacht hat, steht nun nur noch ein einziger Kandidat zur Wahl: der Mikrobiologie-Professor und frühere Uni-Vizepräsident Manfred Schmitt. Ihn nominierte gestern Nachmittag in einer zweistündigen Sitzung der Senat . Der Hochschulrat hatte zu Wochenbeginn in seiner zweiten Abstimmung abermals für Professor Uwe Hartmann votiert. Damit war das erste Wahlverfahren endgültig gescheitert. Der Senat hatte zuvor in zwei Abstimmungen für Professor Dirk Bähre gestimmt.

Im nun anschließenden, sogenannten Einigungsverfahren bleiben Senat und Hochschulrat theoretisch zwei Monate, um sich auf einen neuen, gemeinsamen Kandidaten zu verständigen. Tatsächlich war dieses Verfahren in Abstimmung mit dem Hochschulrat aber gestern bereits so weit fortgeschritten, dass schon die Wahltermine feststehen.

Manfred Schmitt, der ab 2009 für fünf Jahre Vizepräsident für Lehre und Studium war, stellt seine Ideen zur Uni-Entwicklung am kommenden Mittwoch, 14. Dezember, um 10 Uhr in einer hochschulöffentlichen Anhörung auf dem Saarbrücker Campus vor. Direkt im Anschluss wählt bereits der Senat . Das letzte Wort im Wahlprozess hat dann am Donnerstag, 15. Dezember, der Hochschulrat .