Neues Programm für Senioren

Saarbrücken. Auch in Zukunft will sich der Seniorenbeirat für einen "gerechten Ausgleich zwischen den Generationen" einsetzen und gleichzeitig "Sprachrohr und Ansprechpartner für die Seniorinnen und Senioren" sein - versichern der Vorsitzende des Beirates, Lothar Arnold, und seine Stellvertreter Gabriele Ungers und Berthold Bahner

Saarbrücken. Auch in Zukunft will sich der Seniorenbeirat für einen "gerechten Ausgleich zwischen den Generationen" einsetzen und gleichzeitig "Sprachrohr und Ansprechpartner für die Seniorinnen und Senioren" sein - versichern der Vorsitzende des Beirates, Lothar Arnold, und seine Stellvertreter Gabriele Ungers und Berthold Bahner.Die Seniorenvertreter weisen darauf hin, dass der Europäische Rat und das EU-Parlament 2012 zum "Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen" ausgerufen haben. Hierbei - so erläutert der Saarbrücker Seniorenbeirat - sollen die Erfahrungen und Kenntnisse Älterer in Wirtschaft, Arbeitswelt und Zivilgesellschaft erhalten und verstärkt eingesetzt werden.

Ein eigenständiges Leben älterer Menschen in ihrem gewohnten Umfeld soll durch Anpassungen in den Bereichen Wohnen, Wohnumfeld und Infrastruktur, durch Verbesserung der Lebensqualität, durch Barrierefreiheit und durch die Entwicklung und Verbreitung generationengerechter Produkte und Dienstleistungen ermöglicht werden. Die Solidarität innerhalb und zwischen den Generationen soll verbessert werden.

Dabei will der Seniorenbeirat mit Europe Direct, dem Verein Europ'age Saar-Lor-Lux e.V., dem Regionalverband und dem Integrationsbeirat zusammenarbeiten.

Lothar Arnold kündigt an: "Unsere Leuchtturmprojekte, wie die Senioren-Fitness Tage mit Walter Kessler sowie Jürgen Friedrich und den verschiedenen Verbänden, werden 2012 weitergeführt. Das Netzwerk Gute Nachbarschaft unter Leitung von Herbert Alt ist eine Gemeinschaft von Mitbürgern, die den Nachbarschaftsgeist wecken und pflegen wollen sowie das gegenseitige Kennenlernen fördern durch gemeinsame Aktivitäten, regelmäßige Kontakte und Kommunikation. Ziel ist es, sich gegenseitig bei den Anforderungen des Alltags, Notlagen und Problemen zu unterstützen."

Die Seniorensicherheitsberater unter Leitung von Wolfgang Gelff wurden 2011 unter dem Aspekt "Die ältere Generation als Verkehrsteilnehmer" weitergebildet. Die Gruppe der Seniorenberater trifft sich regelmäßig mit den zuständigen Kontaktpolizisten und dem Ministerium zum Erfahrungsaustausch. Es ist nunmehr vorgesehen, dass die Seniorensicherheitsberater in die Bezirksräte gehen, ihre Arbeit vorstellen und somit auch in den Bezirken und Vereinen auf die Thematik hinweisen.

Besondere Bedeutung hat auch das seniorenpolitische Konzept der Stadt Saarbrücken. Unter dem Arbeitstitel "Leitlinien für eine alter(n)sgerechte Stadt - eine Stadt für alle" wurden in Workshops des Amtes für soziale Angelegenheiten unter Beteiligung vieler Verbände und Personen sowie des Seniorenbeirates Fragestellungen einer seniorenfreundlichen Stadtentwicklung beraten und vor dem Hintergrund einer gesamtstädtischen Entwicklung ein Konzept entwickelt.

Kontinuierlich - so verspricht Lothar Arnold - wird der Beirat auch weiterhin seine öffentlichen Sitzungen abhalten, zu denen alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Eine Vertiefung der Themen und die Ausarbeitung von Projekten erfolgt dann in den Arbeitskreisen. red

Infos: Amt für Soziale Angelegenheiten, Kohlwaagstraße, Tel. (06 81) 9 05 32 49.

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