Neues Bühnenstück nimmt den Lenz ins Visier

Das Homburger Amateurtheater präsentiert am Freitag, 28. März, und Samstag, 29. März, „Frühlingserwachen – Liebe, Lust und Leiden(schaft)“. Das Ensemble verspricht seinen Gästen eine durch und durch leidenschaftliche Unterhaltung.

. Es ist Frühling und die Bäume schießen ihr blaues Band durch die Düfte. Schmetterlinge gehen durch den Magen. Hormone werden umgestellt, und die Uhr spielt verrückt. Die Liebe schlägt ihre blutroten Krallen in Herzen und Hirne. Und mittendrin farbenberauscht die Akteure des Homburger Amateurtheaters. Das neue Stück kommt zur Aufführung am Freitag, 28. März, und am Samstag, 29. März, jeweils ab 19.30 Uhr, im Zimmertheater in der Dürerstraße 151, in Erbach. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen, heißt es in der Pressemitteilung. Ganz in Weiß, oh holde Unschuld. Wie trügerisch, wie verführerisch. Welch große Gefühle. Nachdem im vergangenen Jahr den Totenmonat mit morbidem Lyrikprogramm "Leich(t)imbss - Tod, aber lustig" auf den Kopf gestellt wurde, nehmen die Darsteller rund um deren Leiter Daniel Both den Lenz ins Visier und eines seiner zentralen Themen: die Liebe. Und die Lust. Und den Frust, den die überschäumenden Gefühle bisweilen nach dem Rausch katerhaft zurücklassen. Und damit auch ja keine Floskel unbedient bleibt: Es wird kunterbunt und lustig. Hintersinnig und plakativ.

Da trifft der deutsche Schlager auf Großstadtlyrik, Roland Kaiser und Chris Roberts auf Erich Kästner und Kurt Tucholsky. Liebestolle Südländer werden konfrontiert mit dem merkwürdigen Paarungsverhalten gewisser Tintenfische. Die Trauer um einen geliebten Menschen geht auf in der Erkenntnis, dass all der Wahnsinn letztlich die Hoffnung in sich birgt, am Ende nicht allein zu sein, heißt es weiter. Alles garniert mit ein bisschen Gorgonzola. Denn auch sein Essen kann man lieben. Und auch das wird an diesen beiden Abenden gereicht.

"Wir werden uns mit unserem Programm gewiss in die Herzen unserer Zuschauer singen und spielen und dabei die Balance halten zwischen der Leichtigkeit des Verliebtseins und dem tiefen Gefühl wahrer Zuneigung. Doch nicht vergessen, frei nach Oscar Wilde: Die Liebe ist wundervoller als die Kunst". Darüber ist sich Daniel Both sicher. Und auch darüber, dass die 45 Sitzplätze, die das Zimmertheater für sein Publikum bereithält, alle besetzt sein werden.

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