Neubau löst den Pavillon ab

Geht alles nach Plan, soll der Neubau am Mannlich-Gymnasium im Herbst beginnen und 2016 abgeschlossen werden. Er soll der Schule eine deutlich verbesserte Raumsituation bringen. Später wird dann auch der Funktionsbau saniert.

Auch von außen macht der Pavillon des Mannlich-Gymnasiums mittlerweile keine gute Figur mehr.

Nein, ein Aushängeschild ist der alte Pavillon des Homburger Mannlich-Gymnasiums wahrlich nicht. Von außen bestenfalls wohlwollend mit "nüchtern-funktional" zu bewerten, wird's im Inneren des in die Jahre gekommenen Baus wirklich unschön: Hier und da hängt die Deckenverkleidung herab, es ist trist, die bunten Fenster in der Flurdecke schaffen da wirklich kaum Abhilfe.

Doch dem, was man so gerne als "baulichen Missstand" bezeichnet, soll es jetzt an den Kragen gehen. Seit Kurzem kündet ein großes Baustellenschild auf dem Hof des Gymnasiums davon, dass der Saarpfalz-Kreis als Schulträger nun aktiv wird. Und das in richtig großem Maßstab. "Gegen Ende des Jahres wollen wir mit dem Rohbau eines neuen Erweiterungsbaus beginnen", erläuterte Fritz Lehmann, der Leiter des Kreisbauamtes, gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. "In Richtung Hiltebrandstraße wollen wir so ein Ersatzgebäude für den bestehenden Pavillon errichten. Der ist in einem baulich schlechten Zustand." 5,5 Millionen Euro sollen hier investiert werden, "derzeit liegt der entsprechende Bauantrag zur Genehmigung bei der Unteren Bauaufsicht der Stadt Homburg als zuständiger Behörde." Geht alles nach Plan, soll der Neubau bis 2016 stehen. Der soll der Schule nicht nur eine deutlich verbesserte Raumsituation bringen, sondern auch, mittels baulicher Verbindung zu den bestehenden Gebäuden, dafür sorgen, dass das Mannlich-Gymnasium in Gänze geh-behindertengerecht wird. Und: Beim Neubau handelt es sich nur um einen ersten Bauabschnitt. In der Folge soll auch der sogenannte Funktionsbau saniert werden. Dann werden sich die Gesamtbaukosten auf rund neun Millionen Euro summieren. Das Bauende der Komplettmaßnahme sei für 2017/2018 geplant, so Lehmann. Erst dann werde auch der alte Pavillon abgerissen, der bis dahin als Ausweichlösung dient.

Doch während der Neubau am Mannlich-Gymnasium noch ein Projekt der nahen Zukunft ist, laufen andernorts zwei weitere Großbaustellen an Schulen in der baulichen Verantwortung des Saarpfalz-Kreises, namentlich die Sanierung der Aula im Saarpfalz-Gymnasium und der Neubau einer Turnhalle an der Erweiterten Realschule/Gemeinschaftsschule Sandrennbahn in Erbach . Gerade die Sanierung der Aula im Saarpfalz-Gymnasium beschäftigt dabei den Kreis als Bauträger und die Schule selbst seit langem, gingen doch die Arbeiten weit weniger schnell voran, als eigentlich geplant. Nun soll es aber auf die Zielgerade und schließlich auch über die Ziellinie gehen - mit Beginn des neuen Schuljahres soll das Saarpfalz-Gymnasium wieder über seinen großen Gemeinschaftsraum verfügen können.

Lehmann: "Hier müssen wir in den Sommerferien fertig werden, denn die Einschulung zum Schuljahr 2014/2015 soll in der Aula stattfinden." 600 000 Euro investiere man hier. Doch warum dauerte die Sanierung so lange? Baubeginn war immerhin im Jahr 2012. Fritz Lehmann: "Die vorhandene Bausubstanz war in einem sehr schlechten Zustand. Das konnten wir vorher nicht feststellen." So habe man unter anderem brandschutztechnisch aufrüsten und Teile der vorhandenen Installation erneuern müssen. Für den Neubau der Sporthalle in Erbach gelte: Zum Beginn des neuen Schuljahres muss dieses Projekt fertig sein. Lehmann: "Dort befinden wir uns im Endausbau."