Neuanfang ohne Gärtner

Die Basketball-Abteilung des ATSV Saarbrücken steht nach dem freiwilligen Rückzug der Männermannschaft aus der 2. Regionalliga Südwest-Nord vor einem Neuanfang in der Oberliga. Der bisherige Spieler-Trainer Gunter Gärtner hört auf. Sein Nachfolger ist Frank Heckert.

Saarbrücken. Am Sonntag steht das erste Heimspiel für die Oberliga-Basketballer des ATSV Saarbücken an. Gegner um 17 Uhr in der Moltkehalle sind die TVG Baskets Trier. Es ist das erste Spiel nach dem freiwilligen Rückzug wegen finanzieller Probleme aus der 2. Regionalliga Südwest-Nord und dem Zerfall der bisherigen Mannschaft. Schon beim Auftaktspiel vergangenen Sasmstag bei der BBF Dillingen, das der ATSV mit 64:49 gewann, fehlte einer, der in den letzten vier Jahren Dreh- und Angelpunkt im ATSV-Spiel war: Der bisherige Spielertrainer Gunter Gärtner. "Ich habe mich entschieden, mich nicht mehr um die 1. Mannschaft zu kümmern", sagt Gärtner.

Grund für seinen Rückzug sind laut Gärtner vor allem nicht zurückgezahlte Gelder, die er in der vergangenen Saison für den ATSV ausgelegt habe. "Das Geld habe ich trotz mehrfacher Zusagen noch nicht bekommen", sagt Gärtner. Er will sich jetzt komplett auf das Spielen in der dritten ATSV-Mannschaft konzentrieren. Mit den früheren Regionalligaspielern Rouven Hollinger, Matthias Schmidt-Liebig und Jens Buchholz will er eine erfahrene Landesliga-Mannschaft aufbauen. "Es gab auch Gespräche mit dem TV Saarlouis. Aber ich möchte mit möglichst wenig Aufwand sehr viel Spaß am Basketball haben, und ich glaube, den werden wir haben. Wir sind eine gute Truppe", sagt er. Geplant ist auch, mit der Mannschaft an der Ü35-Meisterschaft teilzunehmen. Auch in der Jugendarbeit will sich Gärtner einbringen.

Ziel Mittelfeldplatz

Den Posten von Gunter Gärtner als Spielertrainer der Ersten hat Frank Heckert übernommen. Der erfahrene Basketballer spielte zuletzt bei den Völklinger Baskets in der 1. Regionalliga, davor beim ATSV. Als Ziel für die Saison gibt er einen guten Mittelfeldplatz in der Oberliga vor. "Unser Hauptproblem ist, dass die Vorbereitung erst vergangene Woche angefangen hat. Deswegen werden die ersten Spiele erst einmal zeigen, wo wir stehen", sagt der 30-Jährige.

Zum Team gehören vor allem die Spieler aus der bisherigen 2. Mannschaft, Spieler wie Lukas Geiger und Florian Düwel. "Das sind Spieler, die sich sehr gut entwickelt haben und noch viel Potenzial haben. Die können sich auf jeden Fall noch steigern", schätzt Heckert die jungen Spieler ein. Prominentester Spielerneuzugang ist Kolja Mühlberger, der nach drei Jahren beim TV Saarlouis zum ATSV zurückkehrt.

Keine Neuigkeiten gibt es bei der Besetzung des Abteilungsleiterpostens. Nachdem Alfredo Pecorino im Juni von dem Posten zurückgetreten ist, gibt es bisher noch keinen Nachfolger. "Die Gespräche mit potenziellen Kandidaten sind weit fortgeschritten, und ich hoffe, dass es wir bald einen richtig guten Kandidaten gefunden haben", sagt der sportliche Leiter des ATSV, Jörg Messinger.

Die Oberliga-Basketballerinnen der Saarbrücker verloren ihr Auftaktspiel zu Hause gegen den TV Bad Bergzabern mit 47:58. Neue Trainerin ist die ehemalige ATSV-Spielerin Anne Baldauf. Da sie seit dieser Saison auch die Co-Trainerin beim Bundesligisten Saarlouis Royals ist, wird sie nur dienstags die Mannschaft trainieren. "Wir haben mit ihr eine sehr gute Lösung gefunden und wir freuen uns, dass sie diese Doppelbelastung auf sich nimmt", sagt Messinger. Im Gegensatz zur vergangenen Saison finden fast alle Heimspiele sowohl der Männer als auch der Frauen nicht mehr im ATSV-Center, sondern in der Moltkehalle statt. Am kommenden Sonntag müssen die ATSV-Frauen um 17.30 Uhr beim BBC Horchheim II antreten. Foto: Wieck