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Nach Querelen mit der Stadt: Macher lassen Baumholder-Triathlon sterben

Nach Querelen mit der Stadt: Macher lassen Baumholder-Triathlon sterben

Auf absehbare Zeit wird es keinen Triathlon mehr in Baumholder geben. Es seien ihnen zu viele Knüppel zwischen die Beine geworfen worden, sagen die Macher. Der Brief eines Mitarbeiters der Stadt brachte das Fass zum Überlaufen.

Das war's. "Die Veranstaltung ist definitiv gestorben", fasste David Hetzel vom Organisationsteam des Baumholder-Triathlons nach einer gut eineinhalbstündigen Sitzung zusammen. Der Rest des Orga-Teams, das sich aus Mitgliedern von DLRG, VfR und Bürgerverein zusammensetzt, traf sich, um über die Zukunft der Veranstaltung zu beraten. Dass nur noch sechs Mitglieder gekommen waren, zeige, dass "die Luft raus ist", wie es der Kopf des Teams, Günter Heinz, ausdrückt. Zu viele Querelen, Verzögerungen und Ärgernisse habe es in der Vergangenheit gegeben. So dass nicht nur viel Zeit, sondern eben auch die Lust verloren gegangen sei.

Seit 2005 organisierte das Team Jahr für Jahr Ende Juni den Triathlon, mehrere Hundert Sportler, ein Großteil davon aus dem Saarland, tummelten sich rund um den Badesee. Hetzel: "Die Veranstaltung hatte richtig gutes Potenzial, sie ist von Jahr zu Jahr gewachsen." Aber er sagt auch: "Um eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen, braucht man Macher. Und diesen Machern vergeht die Lust, wenn ihnen ständig Knüppel zwischen die Beine geworfen werden."

Damit meint er unter anderem die Probleme mit der Radstrecke. Zunächst hieß es, die Strecke würde nur unter Vollsperrung genehmigt. Dann sollte eine andere Strecke erarbeitet werden. Was auch geschah. Nach vielen Sitzungen und Planungen hieß es am Ende: Die ursprüngliche Radstrecke wird doch genehmigt. Allerdings nur wegen des neuen Konzeptes des Triathlons, der nur noch eine Streckenlänge, nämlich die Olympische Distanz, vorsah. Höhepunkt der Diskussion, auch das erwähnte Heinz, war ein Schreiben eines Mitarbeiters der Verwaltung, der dem Orga-Team vorschlug, bei anderen Veranstaltern zu hospitieren, um zu lernen. "Das nahmen viele Helfer, die über Jahre eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt haben, persönlich", sagt Heinz. Und dies habe auch letztendlich den Ausschlag für ein Ende des Triathlons gegeben.

So ganz gestorben ist das Thema Triathlon in Baumholder aber doch noch nicht. Denn die DLRG, das kündigt Heinz an, bleibe weiter Mitglied in der Deutschen Triathlon-Union. Vielleicht gibt es dann irgendwann doch ein Comeback.