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Nach der Pause kam die Wende

Lisa Meier tat sich – wie auch die anderen Rückraumspielerinnen der Moskitos – in der ersten Halbzeit schwer, die meisten Tore fielen daher vom Kreis aus. Nach der Pause aber spielte die DJK viel besser. Insgesamt traf Meier sechs Mal.Foto: Horst Klos
Lisa Meier tat sich – wie auch die anderen Rückraumspielerinnen der Moskitos – in der ersten Halbzeit schwer, die meisten Tore fielen daher vom Kreis aus. Nach der Pause aber spielte die DJK viel besser. Insgesamt traf Meier sechs Mal.Foto: Horst Klos FOTO: Horst Klos
Marpingen. Nach zwei Niederlagen in Folge sind die Handballerinnen des Oberligisten DJK Marpingen wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Erwartungsgemäß besiegten die Moskitos den Saarrivalen TBS Saarbrücken mit 29:19. Dabei kamen die 80 Zuschauer aber erst nach der Pause auf ihre Kosten. Von SZ-Mitarbeiter Frank Faber

Die Oberliga-Handballerinnen der DJK Marpingen haben am Samstag das Saarderby gegen den Abstiegskandidaten TBS Saarbrücken zuhause souverän mit 29:19 gewonnen. Doch erst nach dem Seitenwechsel (12:11) steigerten sich die Moskitos und warfen den klaren Sieg heraus. Der am Ende doch deutliche Erfolg unterstreicht zudem das brutale Leistungsgefälle innerhalb der Oberliga. "Wir hätten noch fünf, sechs Tore mehr machen können. Der Endstand ist in jedem Fall leistungsgerecht", fand DJK-Trainer Tobias Frei.

Verunsicherung im Rückraum

Schnell führten die Moskitos mit 3:0, stellten danach aber ihr Spiel fast komplett ein. Die Folge: Die harmlosen Saarbrückerinnen glichen zum 3:3 (10.) aus. Ab diesem Zeitpunkt plätscherte die Partie niveauarm bis zum Seitenwechsel dahin. Im Vorwärtsgang leisteten sich die Moskitos zu viele technische Fehler und Ballverluste, von den Rückraumspielerinnen ging so gut wie keine Torgefahr aus. "Im Rückraum wirkten wir verunsichert. Die Spielerinnen müssen einfach ihre Würfe nehmen, um zu ihrem Spiel zu finden", meinte Frei. Die Tore fielen überwiegend vom Kreis aus, wo Christine Lezaud und Anna Bermann ihre Chancen nutzten.

Nicht gefallen hat Frei dagegen, wie seine Abwehrformation agierte. "Wir waren zu ungeduldig, anstatt hintendrin defensiv stehen zu bleiben", bemängelte der Trainer. Denn mehr als einfache Vorstöße hatte der wurfschwache TBS-Rückraum nicht zu bieten. Torhüterin Carina Kockler parierte zwar bis zum Wechsel zehn Bälle, doch aus der Deckung heraus schalteten die Moskitos nicht konsequent aufs Konterspiel um. "Das war konzeptlos", bemängelte Trainer Frei. So nahm die DJK nur einen dünnen 12:11-Vorsprung mit in die Kabine.

Dort schien Trainer Frei aber genau die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn mit dem Wiederanpfiff war's mit dem Rumpelhandball vorbei. Die Moskitos bewegten sich dynamischer, die Abwehrformation bleib, wie Frei vehement von der Seitenlinie aus forderte, geduldig und stur defensiv - und im Angriff lief der Ball schneller und zielgerechter.

Comeback von Wilhelmi

Die logische Folge: Mit einem 8:2-Lauf zog die DJK auf 20:13 (42.) davon. "Ich wollte allen Spielerinnen noch ihre Spielzeit und habe viel gewechselt", so Frei. Nach einer Abstinenz von zehn Monaten schickte er beispielsweise Giulia Wilhelmi, die im vergangenen Jahr einen Auslandsaufenthalt in Australien absolviert hatte, für Kockler in den Kasten. Sie war kurzfristig für die privat verhinderte Laura Geid eingesprungen. "Es war mal wieder schön, Handball zu spielen", sagte die lächelnde Aushilfs-Torhüterin. Bis zum Zwischenstand von 25:14 (53.) ließen die Marpingerinnen nur drei Gegentore zu.

Mit den eingefahrenen zwei Pluspunkten belegen die Moskitos in der Tabelle weiter Platz fünf. Am kommenden Sonntag steigt das nächste Saarderby beim HSV Püttlingen.

Die Tore für die DJK Marpingen: Christine Lezaud (7), Lisa Meier (6/2), Anna Bermann (5), Britta Buchholz, Nadine Klein (je 3), Marie Kiefer (2), Sara Urhahn (2/1), Yvonne Detzler (1/1).