Musik-Studenten fordern bezahlbares Parken an Hochschule

Studierende und Lehrbeauftragte der Hochschule für Musik Saar (HfM) fordern in einem offenen Brief Kulturmister Ulrich Commerçon (SPD ) auf, er solle für bezahlbaren Parkraum an der Musikhochschule sorgen. Die rund 70 Parkplätze am Gebäude in der Saarbrücker Bismarckstraße sind der Neugestaltung des Umfeldes des Saarlandmuseums nebenan zum Opfer gefallen. Für die Musik-Studenten habe das "erhebliche Nachteile", erläutert Jakob Scherzinger vom Asta-Vorsitz der HfM. Viele seiner Kommilitonen seien auf Parkraum nahe der Hochschule angewiesen, weil sie zum Teil schwere Instrumente zum Üben mitschleppen müssten. Auch Schulmusik-Studierende hätten es nun schwer. Für sie werde es in Zukunft "nahezu unmöglich sein, die Veranstaltungen ihrer Zweitfächer an der Universität des Saarlandes rechtzeitig zu erreichen, da die nötigen öffentlichen Verkehrsanbindungen fehlen", heißt es in dem offenen Brief.

Studenten wie Dozenten monieren, Commerçon habe bereists 2015 Unterstützung in Aussicht gestellt. Geschehen sei aber nichts. Dabei habe der Minister die Gleichberechtigung der drei Kultureinrichtungen Staatstheater , Saarlandmuseum und Musikhochschule in Bezug auf die Parksituation versprochen. Im Parkhaus am Staatstheater , direkt neben der Musikhochschule, bekämen die Studenten aber nicht den vergünstigten Tarif wie Mitarbeiter des Staatstheaters. Zwar habe Commerçon angeboten, die Studenten könnten im Parkhaus der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) parken. Das aber liegt an der Malstatter Brücke, knapp zwei Kilometer entfernt. Und es gebe nur bis 22 Uhr eine direkte Busverbindung. In der HfM aber werde häufig spätabends noch geprobt.

Das Land solle das Parken durch den Zuschuss von Landesmitteln bezahlbarer machen, fordern die Studierenden. Schließlich schieße das Land auch beim Shuttle-Service für Studenten der HTW, die zum Campus Göttelborn wollen, was zu.

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