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Möglichst lange in den eigenen vier Wänden

Saarbrücken. Immer mehr Menschen wollen im Alter so lange wie möglich in ihrem gewohnten Lebensumfeld bleiben, sich selbst versorgen und ihre Kontakte pflegen. Bei den vierten Saarbrücker Seniorentagen wird Ende des Monats erklärt, was sie dafür tun können. red

Ums Wohnen und Leben im Alter geht es bei den vierten Saarbrücker Seniorentagen am Montag und Dienstag, 29. und 30. August. Die Organisatoren sind der Seniorenbeirat Saarbrücken , das Amt für Soziale Angelegenheiten und der Verein "Senioren in der Kommune Saarbrücken ". Das teilt der Seniorenbeirat mit.



Wie der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Lothar Arnold, erklärt, stehen der altersgerechte Umbau der eigenen vier Wände, das gemeinschaftliche Leben und das Wohnen im Viertel im Vordergrund der Veranstaltung. Eine wachsende Zahl von Älteren wolle so lange wie möglich in ihrem gewohnten Lebensumfeld bleiben. Beim Wohnen und Leben im Alter gehe es nicht nur um Maßnahmen und Betreuung in der Wohnung, sondern auch um soziale Kontakte sowie um geistige und körperliche Fitness .

Den Eröffnungsvortrag hält am Montag, 29. August, um 17.30 Uhr der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf . Wegen der wachsenden Seniorenzahl fordert er geeignete Wohnformen für alte Menschen. Denn sie sollten nach ihrem Berufsleben nicht passiv werden: "Wer sich in die Ecke setzt, verliert seine Kraft, wird alt." Jeder habe Fähigkeiten, die er für sich und andere sinnvoll nutzen könne.

Weiter geht's am Dienstag, 30. August, mit dem altersgerechten Umbau von Wohnungen . Spätestens wenn eine Krankheit einem Menschen die Beweglichkeit nimmt, müsse in der Wohnung alles gut erreichbar und sicher sein. Worauf es ankommt, zeigen Berater den Besuchern des Seniorentages an Info-Ständen.

Außerdem befasst sich der Seniorentag mit der Mobilität im Alter. Dabei stehen unter anderem folgende Fragen zur Diskussion: Wie erleben ältere Menschen die Verkehrssituation in Saarbrücken ? Kommen ältere Bürger mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zurecht? Gibt es wohnortnah genügend Bus- oder Bahnverbindungen? Ist das Personal hilfsbereit und aufmerksam? Die Landeshauptstadt erarbeitet zurzeit zusammen mit einem auswärtigen Planungsbüro einen Verkehrsentwicklungsplan für die Zukunft des Verkehrs in Saarbrücken . "Dabei", so betont der Seniorenbeirat, "müssen die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung angesichts des demografischen Wandels erheblich besser Berücksichtigung finden als bisher". Während der Veranstaltungstage erhalten die Besucher hierzu fachkundige Beratung an den Info-Ständen und in einem Vortrag über das Projekt Mobisaar.

Zusätzlich werden bei den Seniorentagen die Besucherinnen und Besucher zum ersten Mal eingeladen, ihre Alltagsfitness kennenzulernen. Diesem Test liegt eine Studie von Roberta E. Rikli und C. Jessie Jones zugrunde. Der Test wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg überarbeitet und dem Seniorenbeirat zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer erhalten Antworten auf die Frage: "Wie muss meine körperliche Fitness mit 60, 70 und 80 Jahren beschaffen sein, damit ich mit 90 noch einigermaßen selbstständig bin?"

Kontakt: Saarbrücker Seniorenbeirat, Lothar Arnold, E-Mail: seniorenbeirat@saarbruecken.de