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Moderne Hits in klassischem Gewand

Saarbrücken. Die Gruppe Adoro ist am Wochenende in Saarbrücken aufgetreten. Die vier jungen Männer interpretierten Lieder von Nena, Herbert Grönemeyer und Tim Benzko. Sogar die Bundeskanzlerin Angela Merkel kam dabei zu Wort. Christina Korb-Völke

Vier junge Männer in edlen Anzügen singen voller Inbrunst moderne Songs in klassischem Gewand. Zwischendurch philosophieren sie über das Schwenken. Was zunächst klingt wie ein Stilbruch, war in Wahrheit ein stilechtes Konzert der Formation Adoro. Sie gab ihre Musik am Samstag in der Saarbrücker Saarlandhalle vor zirka 2000 Zuhörern zum Besten. "Wir wollen mit Ihnen gemeinsam einen wunderschönen Abend verbringen", betonten die Sänger bereits zu Beginn der Show. Und sie hielten Wort. Mit Songs wie Nenas "Liebe ist", "Nessaja"( bekannt aus "Tabaluga"), Herbert Grönemeyers Ballade "Halt mich" oder auch dem Klassiker "Wundervolle Welt" (im Original von Louis Armstrong ) sorgten sie für Unterhaltung.

Die Sänger waren voller musikalischem Elan. Das hatte einen Grund: "Wir waren lange Zeit im Tonstudio und freuen uns, wieder auf der Bühne stehen zu können", erzählten die vier Opernsänger . Plötzlich erklang die Stimme von Bundeskanzlerin Angela Merkel aus einem Telefon: "Jung, wir müssen die Welt retten", hieß es, und sogleich schmetterten die Sänger den gleichnamigen Hit von Tim Bendzko. Für einen weiteren komödiantischen Effekt sorgten die musikalischen James-Bond-Zitate, die sich letzten Endes zu einem ausgewachsenen Instrumental-Medley von Agent-007-Songs entwickelten.

Getreu Charlie Chaplins Motto "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag" sang das Quartett darüber hinaus "Smile" in der deutschen Version. Fleißig getrommelt wurde dagegen bei Andreas Bouranis "Auf uns". Und gelegentlich fegten die jungen Sänger auch als Tänzer über die Bühne. "Es war wirklich schön bei Ihnen. Wir hoffen, dass wir Sie nächstes Jahr wiedersehen!", betonten die Adoro-Sänger am Ende des Konzerts, das ihr Publikum mit starkem Applaus und Standing Ovations honorierte. Nach zwei Zugaben verließen die Musiker schließlich die Bühne.