Mit "Rot" holten sie sich einen Sonderpreis

Saarbrücken. Zum ersten Mal in ihrem Leben drehten Niels Altmayer und Tim Lehmann einen Film. Und prompt erhielten sie beim Videowettbewerb Créajeune eine Auszeichnung. Ihren Film "Rot" würdigte die Jury mit einem Sonderpreis und begründete ihre Entscheidung mit der besonders künstlerischen Gestaltung des drei Minuten und zehn Sekunden langen Animationsfilms

Saarbrücken. Zum ersten Mal in ihrem Leben drehten Niels Altmayer und Tim Lehmann einen Film. Und prompt erhielten sie beim Videowettbewerb Créajeune eine Auszeichnung.

Ihren Film "Rot" würdigte die Jury mit einem Sonderpreis und begründete ihre Entscheidung mit der besonders künstlerischen Gestaltung des drei Minuten und zehn Sekunden langen Animationsfilms.

"Wir hätten gar nicht gedacht, dass unser Film gut genug ist, um in einem Wettbewerb gezeigt zu werden", sagt Tim Lehmann, der wie Niels Altmayer Oberstufenschüler am Saarbrücker Gymnasium am Schloss ist. "Unser Kunstlehrer Wolfgang Pietrzok hat uns auf die Idee gebracht, bei Créajeune mitzumachen", erzählt Niels Altmayer: "Er war es auch, der uns das Schnittprogramm und das Material für den Film zur Verfügung gestellt und uns bei unserer Arbeit im Rahmen des Kunstunterrichts beraten hat."

Den Rest erledigten die beiden Jungfilmer in Eigenregie. Gemeinsam entwickelten sie nach und nach die Geschichte und bastelten aus Draht und schwarzem Klebeband den "Hauptdarsteller" ihres Stop-and-Motion-Films. "Stop-and-Motion bedeutet, dass der Film aus mehreren Bildern besteht, in denen die Figur jeweils ein wenig bewegt wird", erklärt Niels Altmayer.

So entsteht - ähnlich wie bei einem Zeichentrickfilm - der Eindruck, dass sich die Figur im Raum bewegt. "Als Hintergrund haben wir ein grünes Tuch verwendet, das bei der Bearbeitung am Computer durch beliebige Hintergründe ersetzt werden kann", erklärt Tim Lehmann. Als Kulisse wählten Tim und Niels zwei hohe Türme.

"Auf dem einen erwacht die Figur und erblickt auf dem anderen Turm eine rote Kugel, die sie zu erreichen versucht. Nach einem Absturz in die Tiefe erwacht die Figur wieder auf dem ersten Turm. Bei dem Sturz ist ihr nichts passiert und so fasst sie erneut Mut, sie setzt zum Sprung an, und es gelingt ihr, die rote Kugel zu erreichen", fasst Niels die Handlung zusammen.

"Dann kommt wieder eine Blende, und die Figur befindet sich wieder auf der Ausgangsposition", erzählt Tim weiter. Die Geschichte sei eine Metapher dafür, dass man immer wieder eine Chance habe, auch wenn man einmal gescheitert ist, und dass nach jedem Ziel, das man erreicht hat, schon die nächste Herausforderung wartet.

Tim und Niels haben sich das nächste Ziel bereits gesteckt: Beim nächsten Wettbewerb Créajeune wollen sie wieder dabei sein. Dann aber mit einem Film mit "echten" Schauspielern. Damit hat die Jury ihr Ziel bereits erreicht: Junge Menschen dazu zu motivieren, Filme nicht nur anzuschauen, sondern auch selbst die Kamera in die Hand zu nehmen.

Auf einen Blick

Der dritte Videowettbewerb Créajeune fand am 13. und 14. Januar in Metz statt. Gezeigt und ausgezeichnet wurden Filme von Kindern und Jugendlichen aus der Großregion. Die Gewinnerfilme und andere Favoriten sind am Freitag, 28. Januar, im Kino achteinhalb, Nauwieser Straße 19, zu sehen. Um 15 Uhr stehen Filme von Kindern auf dem Programm, um 17 und um 19 Uhr werden Filme von Jugendlichen gezeigt. rae