„Mit Industrie Zukunft gewinnen“: Interview mit Anke Rehlinger

„Mit Industrie Zukunft gewinnen“: Interview mit Anke Rehlinger

"Wie wir mit Industrie eine Zukunft gewinnen" ist das zentrale Thema der aktuellen Kampagne "Saarland Industrieland" der saarländischen Landesregierung. Im Mittelpunkt steht dabei das Thema "Industrie 4.0". Maschinen- und Anlagenbau und die IT-Technologie nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Das Saarland ist IT-mäßig bestens aufgestellt. Aber ohne den Maschinenbau als zweiten, notwendigen Schlüsselfaktor lassen sich solche Konzepte nicht realisieren. In der Kampagne geht es nun darum, Kompetenzen langfristig zu bündeln und das Saarland als Industriestandort sicher in die Zukunft zu führen. "Mein Ziel ist eine regionale Industriepolitik aus einem Guss. Industrie 4.0 sehe ich als echtes Zukunftsthema", sagt Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger . In einer gemeinsamen Aktion der saarländischen Landesregierung und der Saarbrücker Zeitung erhalten die Leserinnen und Leser der SZ in den kommenden Wochen wertvolle Hintergrundinformationen zum Thema. Erfahren Sie Interessantes zum Thema Datenschutz und Cybersicherheit oder welche Rolle die Industrie für den Mittelstand spielt. Außerdem berichten wir über die Betriebsrätekonferenz am 25. November und stellen Ihnen als Best-Practice-Beispiele besonders innovative Unternehmen vor, die jetzt schon die zukunftsorientierte Industrie repräsentieren. Zum Auftakt erklärt Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger in einem Interview mit der SZ, wie wir mit Industrie Zukunft gewinnen können: Frau Rehlinger, beschreiben Sie uns Ihre Vision? Anke Rehlinger : Der digitale Wandel hat in den letzten Jahren mit unglaublicher Geschwindigkeit unsere Wirtschaft und unser alltägliches Leben verändert. Diese "4. Industrielle Revolution" ist auch der Anfang eines neuen Kapitels saarländischer Industriegeschichte. Unser Land ist wie kaum ein anderes von der Industrie geprägt. Eine aktive Industriepolitik ist deswegen ein Bekenntnis zu den Menschen und zur Geschichte unseres Landes. Und das wird funktionieren? Rehlinger: Die Zeichen stehen gut dafür. Wir sind schon lange eines der bedeutendsten Industrieländer der Republik. Mit unseren industriellen Entwicklungen und vor allem durch einen starken Maschinen- und Fahrzeugbau sind wir bundesweit vorne dabei. Das Zeug dazu haben wir also. Wir müssen jetzt nur unsere Stärken erkennen und bündeln und legen somit gemeinsam die richtigen Grundlagen für den weiteren Wandel. Wie wichtig ist dabei für Sie die Stahlindustrie? Rehlinger: 22 000 Stahlarbeitsplätze und ein hoher Anteil an den Industrieumsätzen zeigen, wie wesentlich die Branche für die wirtschaftliche Entwicklung des Saarlandes nach wie vor ist. Sie schafft Wachstum und Wohlstand für die Region. Aber die Stahlindustrie in Deutschland und im Saarland steht wie kaum eine andere Branche in Konkurrenz zu ausländischen Produzenten. Darauf müssen in den nächsten Jahren die richtigen Antworten gegeben werden. Ist Industrie 4.0 ein reines Stahl-Thema? Rehlinger: Auf keinen Fall! Industrie 4.0 kann erst dann den erwarteten Wachstumsschub auslösen, wenn der Mittelstand zum Treiber dieser Entwicklung wird. Macht man sich bewusst, dass 97 Prozent der saarländischen Industrieunternehmen zu den kleinen oder mittleren zählen, dann wird auch schnell deutlich: "Industrie 4.0" ist die große Chance für unseren Mittelstand . Mittelständische Unternehmen sind aufgrund ihrer Unternehmensgröße und der damit einhergehenden Flexibilität besonders dafür geeignet, die Ideen von Industrie 4.0 umzusetzen. Warum ist gerade das Saarland ein Leuchtturm für Industrie 4.0? Rehlinger: An der Saar entstehen Produkte, die weltweit Ansehen genießen: von Bauteilen - etwa für das Shanghai World Financial Center - bis hin zu Softwarelösungen zur Cybersicherheit. In all diesen und vielen weiteren industriellen Bereichen haben wir herausragende Kompetenzen vorzuweisen. Allerdings können wir als Standort an vielen Punkten sicher noch besser werden! Wir wollen ein Signal aussenden, das weit über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen werden soll: Das Saarland ist auf dem Weg zu einem echten Industrie-4.0-Land!

"Wie wir mit Industrie eine Zukunft gewinnen" ist das zentrale Thema der aktuellen Kampagne "Saarland Industrieland" der saarländischen Landesregierung. Im Mittelpunkt steht dabei das Thema "Industrie 4.0". Maschinen- und Anlagenbau und die IT-Technologie nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Das Saarland ist IT-mäßig bestens aufgestellt. Aber ohne den Maschinenbau als zweiten, notwendigen Schlüsselfaktor lassen sich solche Konzepte nicht realisieren. In der Kampagne geht es nun darum, Kompetenzen langfristig zu bündeln und das Saarland als Industriestandort sicher in die Zukunft zu führen. "Mein Ziel ist eine regionale Industriepolitik aus einem Guss. Industrie 4.0 sehe ich als echtes Zukunftsthema", sagt Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger .

In einer gemeinsamen Aktion der saarländischen Landesregierung und der Saarbrücker Zeitung erhalten die Leserinnen und Leser der SZ in den kommenden Wochen wertvolle Hintergrundinformationen zum Thema. Erfahren Sie Interessantes zum Thema Datenschutz und Cybersicherheit oder welche Rolle die Industrie für den Mittelstand spielt. Außerdem berichten wir über die Betriebsrätekonferenz am 25. November und stellen Ihnen als Best-Practice-Beispiele besonders innovative Unternehmen vor, die jetzt schon die zukunftsorientierte Industrie repräsentieren.

Zum Auftakt erklärt Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger in einem Interview mit der SZ, wie wir mit Industrie Zukunft gewinnen können:

Frau Rehlinger, beschreiben Sie uns Ihre Vision?

Anke Rehlinger : Der digitale Wandel hat in den letzten Jahren mit unglaublicher Geschwindigkeit unsere Wirtschaft und unser alltägliches Leben verändert. Diese "4. Industrielle Revolution" ist auch der Anfang eines neuen Kapitels saarländischer Industriegeschichte. Unser Land ist wie kaum ein anderes von der Industrie geprägt.

Eine aktive Industriepolitik ist deswegen ein Bekenntnis zu den Menschen und zur Geschichte unseres Landes.

Und das wird funktionieren?

Rehlinger: Die Zeichen stehen gut dafür. Wir sind schon lange eines der bedeutendsten Industrieländer der Republik. Mit unseren industriellen Entwicklungen und vor allem durch einen starken Maschinen- und Fahrzeugbau sind wir bundesweit vorne dabei. Das Zeug dazu haben wir also. Wir müssen jetzt nur unsere Stärken erkennen und bündeln und legen somit gemeinsam die richtigen Grundlagen für den weiteren Wandel.

Wie wichtig ist dabei für Sie die Stahlindustrie?

Rehlinger: 22 000 Stahlarbeitsplätze und ein hoher Anteil an den Industrieumsätzen zeigen, wie wesentlich die Branche für die wirtschaftliche Entwicklung des Saarlandes nach wie vor ist. Sie schafft Wachstum und Wohlstand für die Region. Aber die Stahlindustrie in Deutschland und im Saarland steht wie kaum eine andere Branche in Konkurrenz zu ausländischen Produzenten. Darauf müssen in den nächsten Jahren die richtigen Antworten gegeben werden.

Ist Industrie 4.0 ein reines Stahl-Thema?

Rehlinger: Auf keinen Fall! Industrie 4.0 kann erst dann den erwarteten Wachstumsschub auslösen, wenn der Mittelstand zum Treiber dieser Entwicklung wird. Macht man sich bewusst, dass 97 Prozent der saarländischen Industrieunternehmen zu den kleinen oder mittleren zählen, dann wird auch schnell deutlich: "Industrie 4.0" ist die große Chance für unseren Mittelstand . Mittelständische Unternehmen sind aufgrund ihrer Unternehmensgröße und der damit einhergehenden Flexibilität besonders dafür geeignet, die Ideen von Industrie 4.0 umzusetzen.

Warum ist gerade das Saarland ein Leuchtturm für Industrie 4.0?

Rehlinger: An der Saar entstehen Produkte, die weltweit Ansehen genießen: von Bauteilen - etwa für das Shanghai World Financial Center - bis hin zu Softwarelösungen zur Cybersicherheit. In all diesen und vielen weiteren industriellen Bereichen haben wir herausragende Kompetenzen vorzuweisen. Allerdings können wir als Standort an vielen Punkten sicher noch besser werden! Wir wollen ein Signal aussenden, das weit über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen werden soll: Das Saarland ist auf dem Weg zu einem echten Industrie-4.0-Land!

So könnte Ihr Foto aussehen! ISB Erlebnisberg. Foto: Delf Slotta. Foto: Delf Slotta

Zum Thema:

Jetzt mitmachen und gewinnen Gewinnen Sie mit Ihrer Saarbrücker Zeitung und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr einen echten saarländischen Stahlschwenker sowie eine Schwenkparty mit Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger . Was Sie dafür tun müssen?Zeigen Sie uns, was Sie mit der saarländischen Industrie verbinden. Ist es die Automobilindustrie? Das WeltkulturerbeVölklinger Hütte? Arbeiten Sie vielleicht in einer Industriebranche und haben einen tollen Schnappschuss von sich und Ihren Kollegen? Wie sieht Ihr persönliches Saarland Industrieland aus? Schicken Sie uns ein Foto an Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH, Stichwort: Mein Saarland Industrieland, Gutenbergstraße 11-23, 66103 Saarbrücken oder laden Sie Ihr Foto online hoch unter:www.saarbruecker-zeitung.de/industrieland Die schönsten eingesendeten Fotos werden zusätzlich bei der Abschlussveranstaltung der Industriekampagne und auf der Saarmesse im Frühjahr 2016 ausgestellt. Teilnahmeschluss ist der 27. November 2015. red

Mehr von Saarbrücker Zeitung