Mit den Kletterern ging es wieder nach oben

Der TV Eiweiler konnte bei der Jubiläumsfeier auf 50 bewegte Jahre zurückblicken. Eine Besonderheit des Vereins sind seine Kletterwände – die Sparte „Bergsport“ hatte dem TV großen Zulauf gebracht.

Mit Festreden, Ehrungen, Musik und einem von den Jugendgruppen gestalteten Unterhaltungsprogramm feierte der Turnverein (TV) Eiweiler am Samstag in der gut besuchten Großwaldhalle sein 50-jähriges Bestehen. Gegründet wurde der Verein, so der Vorsitzende Willi Schmidt, am 22. März 1964 im Gasthaus Geidt. Franz Schäfer wurde damals zum ersten Präsidenten und Walter Riedschy zum Vorsitzenden gewählt. Die weiteren Vereinsvorsitzenden waren Werner Wirbel (von 1968 bis 1982 und von 1990 bis 2000), Siegfried Lambert (1982 bis 1990) und seit 2000 Willi Schmidt. "Im Laufe der 50 Jahre gab es viele Höhen und Tiefen, was die Mitgliederzahl und das Finanzielle betrifft", sagte Schmidt. So lag die Mitgliederzahl im Gründungsjahr bei 40, stieg in der 1980er Jahren auf über 500 an, fiel dann wieder stark ab, bevor der Verein durch die Gründung der Sparte Bergsport einen neuen Boom erlebte. "Heute hat sich die Mitgliederzahl konsolidiert und liegt bei 385. 137 davon sind Kinder", so Schmidt.

Großes Lob für den TV Eiweiler gab es vom "Chef" Franz-Josef Kiefer. Der Vorsitzende des Saarländischen Turnerbundes sagte: "Der TV Eiweiler ist einer der jüngsten Turnvereine, die wir haben. Er hat erkannt, dass wir die Jugend nicht nur geistig, sondern auch körperlich fit halten müssen." Kiefer betonte, dass der TV Eiweiler ein gesunder Verein sei, denn: "Gesund ist ein Verein dann, wenn alle Generationen in ihm vertreten sind. In Eiweiler ist das so."

Auf Breitensport gesetzt

Der TV Eiweiler habe erkannt, wie wichtig Breitensport sei, sagte Kiefer. "Natürlich brauchen wir auch den Leistungssport, aber der Breitensport ist für unsere Jugend von ganz großer Bedeutung. Denn dadurch sind unsere Kinder in Bewegung, und Bewegung ist eine Grundvoraussetzung dafür, gesund alt werden zu können", so Kiefer. Er hob auch hervor, dass der TV Eiweiler in der glücklichen Lage sei, zwei Hallen zur Verfügung zu haben. Das sei nicht selbstverständlich und werfe auch ein gutes Licht auf die Kommunalpolitik.

In Vertretung von Bürgermeister Thomas Redelberger überbrachte der Beigeordnete Volker Leinenbach den Gruß der Gemeinde: "50 Jahre erscheint auf den ersten Blick nicht sehr viel, gibt es doch Turnvereine die auf mehr als 150 Jahre zurückblicken können. Dennoch kann der TV Eiweiler stolz und zufrieden auf seine Leistung und Entwicklung sein", sagte Leinenbach, der die Kletterwand in der Turnhalle und die Außenkletteranlage als sehr erwähnenswert betrachtete: "Der Verein hat diese beiden Kletterwände in Eigenleistung erbracht und ist dafür vom Deutschen Olympischen Sportbund mit dem Stern des Sports ausgezeichnet worden."

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Auf einen Blick Ehrungen: Für 50jährige Vereinszugehörigkeit geehrt wurden Pauline Barth, Gangolf Busch, Theresia Busch, Joachim Feld, Georg Giehr, Alban Groß, Georgina Groß, Irmlinde Herrmann, Marianne Kien, Irmlinde Krämer, Gretel Lehberger, Yvonne Leidinger, Annemarie Philippi, Jörg Steimer, Brigitte Steimer, Antonia Walz, Helga Weber, Werner Wirbel, Georg Heger, Siegfried Lambert, Elisabeth Lambert und Ute Bunk. 40 Jahre dabei sind Liesel Philippi, Irene Bunk, Michael Bunk, Marlies Heckmann, Hermann Bär, Inge Bär, Klaus Schäfer, Helga Schäfer, Angelika Glock, Marianne Brünet, Susanne Feld, Hermine Hellbrück, Alexander Groß, Ewald Müller, Erich Frohmann, Karin Nesser, Agnes Schäfer, Sandra Broschart, Harald Himbert, Rosemarie Himbert und Hildegard Reuter. Weitere 30 Vereinsmitglieder wurden für 25jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. dg