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Ministerpräsidentin hält sich aus Schulstreit in Perl heraus

Saarbrücken. Cathrin Elss-Seringhaus

Der Haussegen in der Großen Koalition zwischen Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD ) und Innenminister Klaus Bouillon (CDU ) hängt schief. Doch Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU ) will sich in den Schulstreit um die Grundschule in Perl-Besch nicht einmischen. Das erfuhr die SZ gestern aus dem Umfeld der Ministerpräsidentin. Sie halte die Schließungserlaubnis, die die Kommunalaufsicht des CDU-geführten Innenministeriums der Gemeinde erteilt hatte, für rechtlich korrekt und einen "reinen Verwaltungsakt". Gestern habe sie das Thema deshalb im Kabinett nicht angesprochen, hieß es. Auch die beiden Ressortchefs hätten dies nicht getan. Indes stellen die Grünen im Landtag die Entscheidung der Kommunalaufsicht "vehement in Frage". Klaus Kessler forderte Bouillon auf, das Problem zur Chefsache zu machen. Sollten die Kinder, die bisher in Besch zur Schule gingen, in Perl nicht deutlich besser untergebracht sein, müsse Bouillon die Entscheidung "revidieren". Die Linken-Abgeordnete Barbara Spaniol fordert die sofortige Wiedereröffnung. Am 8. September soll die Landesregierung im Bildungsausschuss Rede und Antwort stehen.