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Ministerium warnt vor offenen Olivenölen in Restaurants

Saarbrücken. Bei der Kontrolle von Olivenölen im saarländischen Einzelhandel und offenen Olivenölkännchen in Restaurants sind Mitarbeiter des Landesamts für Verbraucherschutz auf zahlreiche Mängel gestoßen. Wie das Verbraucherministerium gestern mitteilte, wurden elf der insgesamt 17 untersuchten Olivenöle aus den Tischmenagen in Restaurants aufgrund ihrer Beschaffenheit beanstandet. Zwei Olivenöle waren nicht mehr zum Verzehr geeignet, was Laboruntersuchungen bestätigten. Bei weiteren sieben Ölen wurde ein beginnender Fettverderb festgestellt. In zwei Fällen lag ein Verschnitt mit Saatöl vor. Tischöle aus der Originalflasche (15 Proben) waren hingegen nicht zu beanstanden. Untersuchungen zeigten, dass die offenen Olivenöle durch zu lange Standzeiten in hellen Flaschen an Qualität verlieren. red

Von den 46 untersuchten Olivenölen im Einzelhandel wurden drei Proben beanstandet, da es sich nicht um Oliven- sondern um Saatenöl handelte. Weitere 18 Proben wurden wegen fehlerhafter Kennzeichnung bemängelt. "Die hohe Beanstandungsquote von 65 Prozent bei der losen Abgabe von Olivenölen in Restaurants muss uns zu denken geben. Ein Vorstoß der Europäischen Kommission im Jahr 2014, die offenen Olivenölkännchen in Restaurants zu verbieten und statt dessen Einwegflaschen anzubieten, die versiegelt und nicht nachfüllbar sind, wurde leider gestoppt", so Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD ). Eine freiwillige Umstellung sei wünschenswert.