Mettlacher Bürgermeister reagiert auf Kita-Bericht

Der Bürgermeister von Mettlach, Carsten Wiemann, hat auf den SZ-Bericht über gestiegene Kita-Gebühren in der Ausgabe vom Dienstag reagiert. Wiemann weist in einer Stellungnahme darauf hin, dass die Summe der Elternbeiträge in Mettlach bereits die gesetzlich festgesetzte Grenze von 25 Prozent der Personalkosten erreicht hat.



Die SZ hatte in ihrem Bericht irrtümlich geschrieben, dass die Gemeinde Mettlach auf Anfrage keine Angaben zum so genannten Deckungsgrad der Elternbeiträge gemacht hatte. "Niemand und keine Gemeinde in Haushaltsnotlage und mit überwachten Haushaltssanierungsplan wie Mettlach ist besonders stolz darauf, die höchsten Gebühren zu haben", teilte Wiemann mit. Mettlachs Bürgermeister rät Eltern und Alleinerziehenden in seiner Stellungnahme zudem, anfallende Kita-Gebühren steuerlich abzusetzen. Möglich seien nach aktueller Gesetzeslage bis zu zwei Drittel bis maximal 4000 Euro der Kosten. Die Gemeinde Mettlach erhebt derzeit der Kreisverwaltung zufolge die höchsten Kita-Gebühren in der Region. Ein Krippenplatz kostet Eltern beispielsweise 300 Euro. Steuerbegünstigung für Eltern gemäß dem Gesetz für die Steuervereinfachung 2011. Abziehbar sind zwei Drittel der Betreuungsaufwendungen, jedoch maximal 4000 Euro im Jahr.

Insgesamt sind die Elternbeiträge für Kitas in Merzig-Wadern in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. Die Gebühr für einen ganztägigen Krippenplatz ist im Schnitt um 36 Prozent gestiegen. Für einen Ganztagsplatz im Kindergarten müssen Eltern im Grünen Kreis heute 29 Prozent mehr zahlen als noch 2009. Der Regelplatz ist 25 Prozent teurer geworden.