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Messe „Angeln und Jagen“ steht auf der Kippe

Jägerin Heike Grote-Merkel mit dem Präparat eines Frischlings. Foto: B&B
Jägerin Heike Grote-Merkel mit dem Präparat eines Frischlings. Foto: B&B FOTO: B&B
Saarbrücken. Die Zukunft der Jagdmesse ist ungewiss. Bislang wurde kein passender Veranstaltungsort für 2018 gefunden. Frank Bredel

Letztmals hat am Wochenende die Fachmesse "Angeln und Jagen" (AnJa) auf dem Saarbrücker Messegelände stattgefunden. Die Zukunft der Messe ist ungewiss, sagte Veranstalter Martin Schmidt. Er sei in Gesprächen, doch die ideale Alternative noch nicht gefunden. Die Messehallen seien nicht so einfach zu ersetzen, sagte er und konnte noch keinen Messetermin oder -ort für 2018 nennen.



Bei Jägern und Anglern hat sich die "AnJa" etabliert, Tierschützer forderten hingegen zum Boykott auf. Letztere kritisierte Andreas Schneiderlöchner vom Saarländischen Fischereiverband scharf. Teils handele es sich hier um "Extremisten". Jäger und Angler hätten es nicht nötig, sich von sogenannten Tierschützern zurechtweisen zu lassen. Fehlverhalten bei der Jagd ahndeten die Behörden, diese Kontrolle funktioniere. Schneiderlöchner vertritt 18 000 Angler im Saarland und kritisierte, dass drei schulische Angel-Arbeitsgemeinschaften immer wieder von militanten Tierschützern angegriffen würden. Heike Grote-Merkel, Jägerin und Aktive der Jäger-Initiative "Lernort Natur", die mit Präparaten an Schulen für das Ökosystem Wald und die Jagd wirbt, hat die Erfahrungen der Angler nicht gemacht: "Die Tierschützer lassen uns in Ruhe, die Nachfrage aus Kitas und Schulen ist groß. Dabei verheimlichen wir nicht, dass wir Jäger die Tiere schießen und auch essen. Aber die meisten Kinder essen selbst Fleisch. Wir reden offen darüber."

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