Mehr Trainingsplätze für psychisch kranke Menschen

Regionalverband Saarbrücken unterstützt Projekt des SHG-Konzerns, um Betroffene wieder fit für den Arbeitsmarkt zu machen.

Der Regionalverband gibt mehr Geld für die berufliche Integration psychisch kranker Menschen aus. Die Teilnehmerzahl im Projekt "Arbeitstrainingsplätze", in dem psychisch kranke Menschen auf den Wiedereinstieg in den Beruf vorbereitet werden, wird für die kommenden zwei Jahre um drei Plätze erhöht. Das hat der Regionalverbandsausschuss während seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

In der neuen Vereinbarung haben der Regionalverband und die Saarland Heilstätten GmbH (SHG) als Träger festgelegt, dass der Regionalverband für Menschen im Hartz IV-Bezug für bis zu 28 Plätze die Kosten in Höhe von 513 Euro pro Monat übernimmt.

Nach langer Krankheit wieder einen Arbeitsplatz zu finden sei oft nicht einfach, erklärt Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD): "Besonders große Schwierigkeiten bei der Jobsuche haben psychisch kranke Menschen. Hier leistet das von der SHG getragene Arbeitstrainingsprojekt wertvolle Arbeit. Seine Aufgabe ist es, erwerbsfähige Hilfebedürftige für die Rückkehr in ein reguläres Arbeitsverhältnis fitzumachen."

Das Hilfeprojekt beinhaltet zusätzliche Arbeitsplätze in Betrieben oder Behörden mit dem Charakter eines Praktikums. Der Einstieg in das Arbeitstraining erfolgt in der Regel mit weniger als vier Stunden täglicher Arbeitszeit. Rund ein Drittel der Teilnehmer war in dem Jahr vor Beginn der Maßnahme noch stationär in einer psychiatrischen Klinik. Durch das Training werden Menschen, die wegen einer psychischen Erkrankung erwerbslos sind, schrittweise wieder an die Anforderungen des Arbeitsmarkts herangeführt. Die Teilnehmer werden von fachlich ausgebildeten und qualifizierten Projektmitarbeiter begleitet. Die Erfolgsquote bei der Wiedereingliederung der Menschen spiegelt die Qualität der Arbeit wieder. 2016 konnten wie im Vorjahr insgesamt 61 Menschen in das Trainingsprojekt aufgenommen werden, wobei die bisher 25 Plätze im Monat stets voll belegt waren. In vielen Fällen habe das Arbeitstraining zu einer deutlichen psychischen Stabilisierung der Teilnehmer geführt. Auch konnten Jahr für Jahr zwischen fünf und 15 Teilnehmer in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse oder eine weiterführende Maßnahme vermittelt werden. Das teilt der Regionalverband mit.