Mehr psychische Erkrankungen

Regionalverband. Im Jahr 2011 hat es im Regionalverband Saarbrücken um 6,1 Prozent weniger Krankschreibungen als im Bund gegeben. 2010 waren es 5,1 Prozent weniger. Zu diesen Ergebnissen kommt der Barmer GEK Gesundheitsreport 2012 für das Saarland

Regionalverband. Im Jahr 2011 hat es im Regionalverband Saarbrücken um 6,1 Prozent weniger Krankschreibungen als im Bund gegeben. 2010 waren es 5,1 Prozent weniger. Zu diesen Ergebnissen kommt der Barmer GEK Gesundheitsreport 2012 für das Saarland. Saarlandweit waren im vorigen Jahr 55,4 Prozent der Erwerbstätigen mindestens einmal im Laufe des Jahres arbeitsunfähig gemeldet (Vorjahr: 53,6 Prozent). Die Fehltage stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Prozent beziehungsweise 0,51 Tage je Person an. Bundesweit betrug der Anstieg 0,62 Tage (4,2 Prozent).Es habe in der Region zwar weniger Fehltage gegeben als im Vorjahr, sagte Barmer GEK-Regionalgeschäftsführer Jens Rauh. "Aber die Fehlzeiten lagen um 4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, das entspricht 0,62 Tagen mehr pro Versichertem." Im Vorjahr waren es noch 0,94 Tage mehr. Fehlzeiten mit Diagnosen psychischer Störungen lagen in unserer Region über denen im Rest der Republik. Die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage war hier um 32,2 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt. Bezogen auf 100 Versicherte gingen damit bundesweit 266 Tage auf das Konto psychischer Erkrankungen, in Saarbrücken waren es sogar 351,6 Tage. Saarlandweit waren 18,6 Prozent aller Fehlzeiten auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Häufigerer Grund für Krankschreibungen waren nur Muskel-Skelett-Erkrankungen. Außerdem beschäftigte sich der Report noch mit Atemwegserkrankungen, Muskel-Skelett-Erkrankungen und Verletzungen. Hier lagen die Zahlen im Regionalverband jeweils unter dem Bundesdurchschnitt. red/jsi

Hintergrund

Für den Gesundheitsreport hat die Barmer GEK, wie es heißt, die "pseudonymisierten Daten" von 3,51 Millionen Erwerbspersonen ausgewertet. Im Saarland waren das insgesamt 53 000 Menschen, heißt es in dem Report: "Damit konnten im Saarland etwa 14,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten berücksichtigt werden." red