Medienkompetenz lernen

WhatsApp, Facebook und Youtube sind für die meisten jungen Menschen ein Begriff. Sie werden mit sozialen Netzwerken und Videoplattformen groß. Sie sind zwar ins digitale Informationszeitalter hineingeboren, viele Gefahren sind ihnen aber nicht bekannt.

Um Kinder und Jugendliche fürs Surfen im World Wide Web zu wappnen, veranstaltete das Kreisjugendamt einen Internet-Kurs für Pflegekinder zwischen neun und 18 Jahren. In zwei nach Alter eingestuften Gruppen erklärte Wolfgang Pfeifer von der Landesmedienanstalt des Saarlandes, was es alles zu beachten gilt. "Internet bedeutet Öffentlichkeit", gibt der Medienkompetenztrainer zu bedenken, "dementsprechend muss man sich dort verhalten".

Den älteren Jugendlichen zeigt er am Beispiel von Facebook, einer sozialen Plattform zum Austausch von Nachrichten und Inhalten, wie man verhindert, zu viele persönliche Informationen preiszugeben. Wichtig sei es, sich die Nutzungsbedingungen einmal genauer anzuschauen, die würden nämlich oft unbedacht weitergeklickt, ohne sie gelesen zu haben. Auch die Urheberrechtsproblematik wird behandelt: Welche Bilder darf man sich auf den eigenen Rechner herunterladen und weiterverbreiten? Dafür gibt es bestimmte Lizenzen und die müssen beachtet werden. Ansonsten drohen Geld- oder sogar Freiheitsstrafen.

Mit Hilfe der Netzplattform Internet-ABC erklärt Pfeifer den Jüngeren Begriffe aus der Computer- und Internetwelt. Im Internet-ABC können Kinder einen Surfschein in Form eines interaktiven Ratespiels absolvieren. Dort werden Wissen abgefragt und Zusammenhänge erklärt, beispielsweise wie die Internetseiten auf den Bildschirm kommen oder wie man Suchmaschinen richtig benutzt. Auch ein Leitfaden für Eltern ist dort abrufbar. Für Kinder empfiehlt Pfeifer die Suchmaschine "Blinde-Kuh", deren Suchergebnisse eine Redaktion vorab auf kindgerechte Inhalte filtert.

Der neunjährige Julien kann nach dem Kurs erklären, was ein Internetlink ist: "Das ist ein Knopf auf den man drückt, um von einer Seite auf die Nächste zu kommen". Die meisten Kinder und Jugendlichen sind täglich mehrere Stunden im Netz unterwegs. Sei es um sich Videos anzuschauen, Informationen zu suchen oder über soziale Netzwerke wie Facebook mit ihren Freunden Kontakt zu halten. Das Internet bietet auch andere kreative Betätigungsfelder: Der sechzehnjährige Jasha Jung programmiert selbst. Er hat den Internet Venture Browser, ein Programm zur Darstellung von Internetseiten, geschrieben.

www.internet-ABC.de

www.blinde-kuh.de