Magier Magnus verzaubert in Altenwald nicht nur die Kinder

Am Wochenende begeisterte das Altenwalder Dorffest die Gäste. Dass es überhaupt ein Fest gab, war nach der Kosten-Diskussion des Vorjahres nicht selbstverständlich. Aber Veranstalter und Stadt fanden einen Kompromiss.

Lachende Kinder jubeln dem Mann in der bunten Hose zu. Dieser hat gerade eine rote Nase an den kleinen Elias und eine an sich selbst verteilt, dann - Simsalabim - sind plötzlich drei daraus geworden. Die jungen Besucher staunen nicht schlecht und die Erwachsenen nicht minder.

Der Auftritt des Zauberers Alexander Magnus war einer der Höhepunkte des Altenwalder Dorffestes. Zu diesem hatte die Dorfinteressengemeinschaft (DIG) am vergangenen Wochenende zum 13. Mal eingeladen. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen hatten sich dazu zahlreiche Besucher unterhalb der katholischen Kirche im Sulzbacher Stadtteil eingefunden. Auch wenn das Traditionsfest auf den ersten Blick etwas kleiner als sonst wirkte: "Wir haben die Zelte etwas umgestellt, das Ganze etwas komprimiert", erklärte Leo Heß, der Vorsitzende der DIG. Auch hatte man im vorigen Jahr Bedenken geäußert, ob man die Feier wegen hoher Nebenkosten nochmals so auf die Beine stellen könnte. "Doch", so der Vorsitzende, "wir haben eine Einigung mit der Stadt erzielt, mit der beide Seiten leben können".

Und so konnten sich die Besucher nicht nur auf eine Zaubershow freuen. Unter anderem gab es Live-Musik von den Bachspatzen, den Hofer Pänz Sängern und dem Duo Mad. Auch der Männerchor gab Kostproben seines Könnens. Dazu traten die Kinder des Pastor-Hein-Kindergarten auf, und die Frauen vom Turnverein reichten Kaffee und Kuchen.

Einige Hundert Pflanzen gab es bei der Blumentombola, die von den Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) ausgerichtet wurde. "Von der Sonnenblume über das Flammende Käthchen bis hin zur Dahlie können die Besucher Schönes gewinnen", so die OGV-Vorsitzende Elfi Groß. Die Pflanzen stammen von einer Gärtnerei aus Dudweiler. Wie so viele Vereine plagen auch den OGV Nachwuchssorgen, weswegen er sich über Neumitglieder freuen würde. "Auf der Internetseite www.gartenbauvereine.de gibt es dazu weitere Infos", sagte Elfi Groß.

Neuigkeiten hatte der Arbeitskreis Dorfgeschichte zu vermelden. Reinhard Zeitz hat die Mitglieder um Hilfe bei einem neuen Buchprojekt gebeten. "Darin geht es um die Lebenserinnerungen des Johann Ludwig Zeitz von 1835 bis 1910", erklärte Peter Bickelmann vom Arbeitskreis. Die Familie stammt aus der Stadt, besaß eine Fabrik am Güterbahnhof und war einer der größten Holzhändler im Südwesten.

Das Buch erscheint voraussichtlich Anfang Juli. Bereits am Dienstag, 29. Juli, wird es dazu im Dorftreff Altenwald eine Lesung geben.

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