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Magie von Farbe und Form

Michael und Siegried Palz und der Sohn des Künstlers, Michael Michaely (rechts), bei der Ausstellungseröffnung. Foto: Thomas Seeber
Michael und Siegried Palz und der Sohn des Künstlers, Michael Michaely (rechts), bei der Ausstellungseröffnung. Foto: Thomas Seeber FOTO: Thomas Seeber
Saarlouis. In der Saarlouiser Galerie Palz ist am Sonntag eine Ausstellung eröffnet worden, die an das Werk von Karl Michaely erinnert. Zur gut besuchten Vernissage sprach die Saarlouiser Kunsthistorikerin und Künstlerin Monika Bugs die Laudatio. Von SZ-Mitarbeiterin Jutta Stamm

Dillingen war seine Wahlheimat. Hier hat Karl Michaely als Künstler und Kunsterzieher beinah 30 Jahre gelebt und gearbeitet. Hier starb er 2007, mit 85 Jahren. Der Öffentlichkeit hinterließ er eine erfreulich große Anzahl von Gemälden und Skulpturen. Besonders präsent ist er bis in die heutige Zeit mit seinen Mosaiken, Wandgestaltungen und einer Drahtplastik im öffentlichen Raum (in Kirchen, Kindergärten und Schulen).

"Die Auseinandersetzung mit diesen Techniken fließt in seine Bilder und Grafiken ein", sagt Kunsthistorikerin Monika Bugs in ihrer Laudatio. Ebenso wie Michael Palz begleitet sie das Werk Michaelys schon über viele Jahre. Als Beispiele nennt sie das Bild der Pyramide, Bilder in der Art von Mosaiken und Glasfenstern der 90er Jahre und fügt hinzu: "Die Bilder leben über Farbrhythmen." Sie zeigen Michaelys Kunstverstand, seine christliche Haltung und seine Liebe zur Musik. Er selbst spielte Geige.

Die Ausstellung verleiht einen Überblick über 50 Jahre künstlerischer Tätigkeit, darunter Zeichnungen, Mischtechniken, Monotypien. Michaely wechselte ständig die Technik, weil er sich "nicht langweilen wollte", womit er seine Experimentierfreude verteidigte. Er sprach vom "grafischen Erlebnis", wenn etwas Neues im Entstehen war. Doch Form und Farbe in Einklang zu bringen, blieb ihm bei allen Versuchen Maxime, ebenso wie, das Gleichgewicht herzustellen zwischen Figuration und Abstraktion. Ganz im Bann der Kunst des 20. Jahrhunderts lautete sein Credo: "Nur auf der Basis der Beherrschung der Form ist Abstraktion möglich."

So findet der Betrachter in seiner farbenfrohen Hinterlassenschaft kubistische, expressionistische wie auch impressionistische und surreale Elemente, eindrückliche Portraits aber auch Affinitäten zur Bildsprache von Paul Klee oder ein Gemälde, das an die Tierdarstellungen von Franz Marc erinnert. Man sollte sich ein Bild machen.

Bis 8. März. Die Galerie in der Lisdorfer Straße 9 (Nähe Kleiner Markt) ist geöffnet: dienstags bis freitags von zehn bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr, samstags von zehn bis 13.30 Uhr.