Mäuschen spielen im Theater

Maximus Musikus, die neugierige kleine Maus, besuchte das Orchester, und zwar in Illingen. Auf Einladung der Gemeinde gastierte das Saarländische Staatsorchester in voller Besetzung (Dirigent Thomas Peuschel) in der Illipse.

. Das Orchester zelebrierte einen überaus kurzweiligen Vormittag am Sonntag, vor allem für die vielen Kinder unter den etwa 350 Besuchern. Die Geschichte ist schnell erzählt. Die Maus Maximus hatte abends nur ein ruhiges Schlafplätzchen gesucht. Ruhig ist es am Morgen aber nicht mehr. Der Nager ist in einem Konzerthaus gelandet und erlebt mit und in den Instrumenten die Abenteuer seines Lebens.

Das Werk "Maximus Musikus besucht das Orchester" der isländischen Komponistin Hallfridur Ólafsdóttir fand im Rahmen der Kinder- und Schülerkonzerte statt, die von der Landesakademie in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung und Kultur finanziert werden und pädagogisch aufbereitet sind, wie es jetzt in einer Pressemitteilung heißt. Es wurde auch noch in der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung in Ottweiler aufgeführt. In den beiden Aufführungen lauschten insgesamt 440 Jungen und Mädchen aus Kindertageseinrichtungen und Grundschulen gespannt, was die kleine Maus im Orchester des Staatstheaters erlebt. Dabei erfuhren sie ganz nebenbei, warum ein Geiger Kollophonium zum Bestreichen der Bogensaiten braucht, wie ein Kontrabass und eine Piccoloflöte klingt und wie der Ablauf in einem Konzert ist.

Begeistert verfolgten die jungen Zuhörer den "Bolero" von Maurice Ravel, bei dem sich zu einem Trommelrhythmus, den die Kinder schon vorher geübt hatten, immer mehr Instrumente dazugesellten, bis das ganze Orchester in einem atemberaubenden Crescendo das Thema intonierte.

Damit die Kinder so mitgehen konnten, waren Musiker des Staatsorchesters und Eva Binkle vom Theaterpädagogischen Zentrum, die auch als Erzählerin im Konzert fungierte, im Vorfeld in die Kitas und Grundschulen gegangen, um die Kinder auf das Konzert vorzubereiten. So war es natürlich eine große Freude, als die Kinder "ihren" Musiker und auch die Musik wiedererkannten. Visuell unterstützt wurde die Geschichte um die kleine Maus von kindgerechten Illustrationen, die auf eine große Leinwand projeziert wurden.

Höhepunkt des Konzertes war das gemeinsame Singen von "Maxis Lied". Unterstützt wurden sie dabei von dem Kinderchor "Die Theatermäuse" des Staatstheaters.

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