Machen Sie Pechvogel Benji zum Glückspilz? Miezen-Alarm: So viele Notfälle gab's im Tierheim selten

Machen Sie Pechvogel Benji zum Glückspilz? Miezen-Alarm: So viele Notfälle gab's im Tierheim selten

Regionalverband. Pech hab' ich, der Benji, schon genug in meinem Terrierleben gehabt. Manches war so schlimm, dass ich gar nicht mehr daran denken möchte. Eines meiner Beine ist nicht in Ordnung. Irgendwann war es mal gebrochen. Geblieben ist mir von dieser üblen Sache eine verschobene Kniescheibe. Aber als kerniger Typ habe ich das weggesteckt und laufe munter durchs Leben

Regionalverband. Pech hab' ich, der Benji, schon genug in meinem Terrierleben gehabt. Manches war so schlimm, dass ich gar nicht mehr daran denken möchte. Eines meiner Beine ist nicht in Ordnung. Irgendwann war es mal gebrochen. Geblieben ist mir von dieser üblen Sache eine verschobene Kniescheibe. Aber als kerniger Typ habe ich das weggesteckt und laufe munter durchs Leben.Von der bösen Geschichte, die mir den Beinbruch einbrachte, habe ich auch noch Schwierigkeiten mit meinem Kopf zurückbehalten. Ihr Menschen nennt das Epilepsie, glaub' ich. Aber wenn Sie darüber mehr wissen wollen, fragen Sie einfach meine liebe Betreuerin, die Frau Oster von Tiere in Not Saar. Die gibt mir ein Zuhause und hat schon viele Pechvögel auf Pfoten erlebt. Ich tue ihr besonders leid. Weshalb?

Na, ich hatte schon ein schönes Zuhause bei einer richtigen Hundefreundin, als etwas Schlimmes passierte. Meine Besitzerin bekam Krebs, konnte sich nicht mehr richtig um mich kümmern und wandte sich an Tiere in Not Saar. Eine gute Entscheidung, weil ich damit wenigstens zu richtigen Pfotenkennern kam: zur Familie Oster.

Die hat immer alle Hände voll zu tum, um Pechvögeln wie mir zu helfen. Aber weil dort so viel los ist, kann ich all meine Stärken zeigen. Ich vertrage mich mit Artgenossen sehr gut, Menschen begegne ich freundlich. Die Sache mit meiner Epilepsie haben die Osters im Griff. Ich nehme dagegen jeden Tag eine Tablette. Mehr nicht. Ich bin ein großer Gartenfreund. Und ich mag Menschen so sehr, dass mir das Alleinsein schwerfällt. Nur mit kleinen Kindern komme ich nicht so zurecht. Aber es muss doch jemanden geben, zu dem ich passe. Jemanden, der einen Pechvogel zum glücklichsten Hund der Welt macht. Mich! Darf ich hoffen?

Weitere Informationen über Benji gibt es bei Familie Oster, Te. (00 33) 3 87 88 08 57.

Saarbrücken. Meine Güte, ist hier viel los. Wie schaffen die das bloß mit all den Katzen? Mit Katzen wie mir, der sechs Jahre alten Kessy. Mein Zuhause war futsch, als mein Besitzer krank wurde. Ab ins Tierheim, hieß es deswegen. Aber ich bin kein Typ, der sich nun aufgibt. Andererseits will ich mich auch nicht total verändern. Wäre ja noch schöner, wenn eine Katze sich von ihrem Menschen alles gefallen ließe. Ich bin nicht aus Plüsch, und wenn mir was nicht passt, schwinge ich schon mal kurzerhand kräftig die Pfote.

Was nicht heißt, dass ich mit anderen Lebewesen nicht klarkomme. Sogar Hunde sind für mich kein Problem. Am besten drauf bin ich, wenn ich an die frische Luft darf. Freigang ist mir so wichtig wie ein Napf voller Leckereien. Je länger ich draußen umherschnüre, desto ausgeglichener werde ich.

Und im Moment weiß ich oft wirklich nicht, wohin mit meiner Energie. Das wird den anderen, die in den vergangenen Tagen hier reinkamen genauso gehen. Denken Sie nur an die acht Jungkatzen, die Tierquäler Anfang der Woche nachts in den Auffangzwinger stopften.

Deshalb mache ich an dieser Stelle nicht nur Reklame für mich, sondern auch für die vielen anderen tollen Tiere im Heim. Wenn Sie einem oder zwei Kätzchen ein Zuhause schenken wollen, dann denken Sie bitte an uns Heimkatzen.

Und wenn Sie besonders scheuen Katzen ein Zuhause, bieten wollen, etwa auf einem Pferdehof, dann denken Sie doch an diese Heimbewohner. Dürfen wir hoffen? ole

Weitere Infos über Kessy und die anderen Heimkatzen unter Telefon (06 81) 5 35 30.

Stichwort

"Tiere in Not Saar" wurde 2001 von sieben engagierten Tierschützern gegründet. Die Tiere sind auf privaten Pflegestellen untergebracht. Mittlerweile hat der Verein 200 Mitglieder, von denen 25 zu Hause Tiere betreuen. Mehr als 2000 Schützlinge hat der Verein bereits vermittelt.

Kontakt: Tiere in Not Saar e.V, Monika Ewen, Schmelzer Str. 22, 66333 Völklingen, Tel. (0 68 98), 29 48 62, Mail: info@tiere-in-not-saar.de. red

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Kessy sehnt sich nach einem Zuhause mit Freigang. Foto: B. Cornetz.

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