Lutze: Bundespolizei behandelt Flüchtlinge wie Kriminelle

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze wirft der Bundespolizei vor, Flüchtlinge am Saarbrücker Hauptbahnhof „wie kriminelle Drogendealer“ zu behandeln. Als er kürzlich in den TGV nach Frankfurt habe einsteigen wollen, hätten etwa 30 Beamte der Bundespolizei die Eingänge des Schnellzuges aus Paris gestürmt, schilderte der Linken-Politiker.

Gezielt seien Menschen kontrolliert worden, "die äußerlich einen ausländischen Anschein haben". Europäisch aussehende Menschen seien nicht kontrolliert worden. Dabei seien mehrere Personen aus dem Zug gezerrt worden, obwohl sie gültige Fahrkarten gehabt hätten. "Selbst Mitarbeiter der Bahn äußerten ihren Unmut über das rabiate Vorgehen der Polizei", so Lutze. Solch ein Vorgehen passe nicht dazu, dass die Reisefreiheit stets hochgehalten werde.