Louisa Grauvogel knackt die WM-Norm

Im vergangenen Sommer gewann Louisa Grauvogel bei den U18-Weltmeisterschaften im ukrainischen Donezk die Bronze-Medaille im Siebenkampf. In diesem Jahr will die 17-Jährige vom 22.

bis zum 27. Juli zu den U20-Weltmeisterschaften nach Eugene in die USA. Einen entscheidenden Schritt hat die Leichtathletin des TV Ottweiler vor Kurzem getan, schreibt der Verein in einer Mitteilung. Sie erreichte beim Ratiopharm-Meeting im Ulmer Donaustadion 5580 Punkte. Grauvogel übertraf damit nicht nur die vom Deutschen Leichtathletik-Verband festgelegte Norm für Eugene klar, sondern sie stellte auch einen neuen Saarlandrekord im Siebenkampf der U20 auf.

Dabei lief der Wettkampf nach ihrer Ansicht noch nicht einmal optimal. Zwar unterbot sie gleich zu Beginn mit einem 100-Meter-Hürdenlauf in 13.93 Sekunden den Kreisrekord von Barbara Bruce-Micah aus dem Jahr 1990 um mehr als eine halbe Sekunde. Im Kugelstoßen mit 11,60 Metern und im Hochsprung mit ihren 1,64 Metern hatte sie sich jedoch mehr erhofft. Am Ende des Tages konnte sie aber wieder glänzen und lief die 200 Meter in neuer Bestzeit von 24,62 Sekunden.

Der zweite Tag beginnt beim Siebenkampf traditionell mit dem Weitsprung . Drehende Winde machen es dabei oft schwer, das Absprungbrett genau zu treffen. So musste sich auch Grauvogel mit 5,63 Metern begnügen. Den Speerwurf beendete sie mit einer soliden Weite von 39,91 Metern und setzte abschließend im 800-Meter-Lauf mit 2:18,38 Minuten eine neue Bestmarke.

Beim Sportfest in Weinheim kurz darauf verfehlte die Schülerin des Saarbrücker Rotenbühl-Gymnasiums bei stärkster Konkurrenz über die 100 Meter Hürden in 13,94 Sekunden als Zweite ihre Bestzeit nur knapp. Ihre Schulkameradin Abigail Adjei siegte hier im Endlauf mit neuer Bestzeit von 13,90 Sekunden. Im Weitsprung stellte Grauvogel mit 5,95 Metern sogar erneut eine neue Bestleistung auf.

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