Lothringer im Finale von „Das Supertalent“

Mit seiner eigenen Interpretation des Modern-Talking-Hits „You're my heart, you're my soul“ sang sich Laurent Kremer in die Gunst von Juror Dieter Bohlen. Ob er auch die TV-Zuschauer von sich überzeugen kann, zeigt sich am Samstag.

"Musik ist mein Leben", steht für Laurent Kremer fest. Bereits in seiner Jugend machte er diese Leidenschaft zu seinem Beruf. In der Region ist der Franzose, der in Gros-Réderching bei Saargemünd lebt, unter anderem durch seine Auftritte mit Ingrid Peters , Marcel Adam und mit der Formation "Die Franzosen" bekannt. Dennoch kam die Nachricht, dass der 50-Jährige morgen um 20.15 Uhr im Finale der RTL-Casting-Show "Das Supertalent" steht, recht überraschend.

Bei Kremers ganz spezieller Version des Modern-Talking-Hits "You're my heart, you're my soul" singt er nicht nur, sondern spielt und trommelt auch auf seiner Gitarre . Damit begeisterte er Jury-Chef Dieter Bohlen so sehr, dass er bei Kremers Casting-Auftritt den goldenen Buzzer drückte. Damit gehört er automatisch zu den Finalisten. "Du bist ein Vollblut-Musiker", lobte ihn der Produzent und ergänzte: "Das ist der beste Gitarrist, den ich in allen Staffeln gesehen habe."

Normalerweise schaue er sich solche Sendungen weder an, noch nehme er an Castings teil, sagt der Franzose. "Ich habe immer Gitarre gespielt - aber nie allein", ergänzt er. Doch kurz vor dem Termin in Saarbrücken habe es Ärger unter den Mitgliedern seiner Band gegeben. Traurig und auch ein bisschen böse darüber habe sich Kremer gedacht: "Okay, dann probier ich es mal alleine."

Bereits mit sieben Jahren stand Kremer als Sänger auf der Bühne. Mit elf Jahren fing er an, sich selbst das Gitarrespielen beizubringen. "Ab 14 oder 15 war ich mit einer Tanzkapelle in der ganzen Region unterwegs", blickt er zurück. Und mit seiner Band "The French Company" veröffentlichte er in Deutschland ab 1982 einige Singles bei einer großen Plattenfirma, hatte zahlreiche Radio- und TV-Auftritte. Einer ihrer Songs sei sogar zur Stadion-Hymne des 1. FC Saarbrücken geworden.

Er sei jetzt 50 Jahre alt und wisse, wie das Musikgeschäft funktioniere, antwortete Kremer auf seine Chancen angesprochen, das neue "Supertalent" zu werden. "Alle zwölf Finalisten sind gut", steht für ihn fest. Natürlich werde er alles geben, um zu gewinnen. "Aber ich bin auch nicht traurig, wenn es nicht klappt." Schon seine TV-Präsenz am vergangenen Samstag habe dem Musiker Aufmerksamkeit und einige Terminanfragen beschert.

Kremer weiß bereits seit der Aufzeichnung der Folge im Sommer, dass er im Finale steht. Doch nach RTL-Vorgaben darf er erst jetzt darüber reden. Am Dienstag ging es für ihn zu den Proben der Live-Sendung nach Köln. Am Samstag möchte er ein Medley mit seinen ganz eigenen Interpretationen der Hits von Modern Talking , AC/DC und Co. spielen. Nervös sei er im Moment noch nicht, sondern eher froh, auftreten zu können. "Ich bin wie mein Hund relativ einfach und möchte einfach nur spielen", witzelt der 50-Jährige. Bei seinem vorherigen "Supertalent"-Auftritt spaltete Kremer übrigens die Jury. Während neben Bohlen auch Model Lena Gercke für ihn stimmte, wollten Guido Maria Kretschmer und Bruce Darnell ihn nicht noch einmal sehen. Doch die Zuschauer waren von seinem Können begeistert - und die wählen am Samstag alleine per Telefon-Abstimmung den Sieger.

Die nächsten Auftritte von Laurent Kremer in der Region: 16. Januar: Neunkirchen, "Grill au Bois"; 30. Januar: Saargemünd; 13. März: Saarbrücken , "Bel Etage".