Lohnt sich ein Blockheizkraftwerk?

Der Gedanke, sich Strom und Wärme mit einem Blockheizkraftwerk selbst zu erzeugen, ist verführerisch. Doch nicht für jedes Haus ist diese Variante auch wirtschaftlich. Deshalb bieten die Verbraucherzentralen Beratungen an.

Strom und Wärme selbst zu erzeugen - das ist die Idee hinter den kleinen Blockheizkraftwerken (BHKW) für private Betreiber. Bei der gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme wird außerdem der eingesetzte Brennstoff effizienter ausgenutzt und der Ausstoß von Treibhausgasen gesenkt. Seit April 2012 können neue BHKW für Bestandsbauten bis zu einer elektrischen Leistung von 20 Kilowatt einen einmaligen Investitionszuschuss zwischen 1425 und 3325 Euro vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhalten, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

So darf es in dem Gebiet, in dem die Anlage installiert werden soll, kein Anschluss- und Benutzungsgebot für Fernwärme geben. Die Anlage muss auf der BAFA-Liste der förderfähigen Anlagen geführt werden und hohe Effizienzanforderungen erfüllen. Zudem muss der Betreiber einen Wartungsvertrag abschließen. Eine ergänzende Förderung gibt es über das saarländische Förderprogramm "Klima Plus Saar".

"Doch selbst wenn eine Anlage förderfähig ist, bedeutet das nicht unbedingt, dass sie auch wirtschaftlich ist", sagt Diplom-Physiker Helmut Pertz, Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes. In Einfamilienhäusern ist zu prüfen, ob die jährlichen Betriebsstunden ausreichen, um die Anlage auszulasten. Wer unsicher ist, ob ein kleines BHKW in Frage kommt, kann sich bei der Verbraucherzentrale beraten lassen.

Anmeldung ist erforderlich:

In Saarbrücken im Haus der Beratung, Trierer Straße 22. Anmeldung unter Tel. (06 81) 5 00 89 15.

In Völklingen jeden zweiten Dienstag des Monats im Alten Rathaus. Anmeldung unter Tel.(0 68 98) 13 25 97.

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