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Linke: „Langzeitarbeitslose als Mobilitätslotsen mehr als sinnvoll“

Linke: „Langzeitarbeitslose als Mobilitätslotsen mehr als sinnvoll“

Der öffentliche Nahverkehr muss verstärkt behindertengerecht ausgebaut werden, fordert die Partei Die Linke , Kreisverband Saarbrücken . Kreisvorsitzender Lothar Schnitzler: "So erfreulich es ist, dass das Saarbahn-Projekt ,Mobia - Mobil ins Alter' mit dem Deutschen Alterspreis der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet wurde, so notwendig ist es, auch für Menschen mit Behinderungen die Nutzung von Bus und Bahn im Saarland möglich zu machen.

Hier besteht ein gesetzlicher Auftrag, die Verkehrsinfrastruktur barrierefrei zu gestalten." In einer Pressemitteilung schreibt die Partei, dass alleine Haltestellen entsprechend umzubauen oder mit Einstiegshilfen versehene Busse einzusetzen, nicht ausreichend sei. Für Schnitzler gehörten die ausgezeichneten Mobilitätslotsen dazu, die Senioren und Behinderte begleiten und beim Transport unterstützen können. "Hier ist der Einsatz von Langzeitarbeitslosen als Mobilitätslotsen mehr als sinnvoll."

Gerade die Möglichkeiten des Aktiv-Passiv-Transfers, der Hartz-IV-Bezieher in Arbeit bringen will, statt sich nur auf finanzielle Sicherung des Lebensunterhalts zu beschränken, würden den Arbeitslosen wieder eine Perspektive geben und die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Dazu müssten Bund, Land und Kommunen einen öffentlich geförderten sozialen Arbeitsmarkt einrichten, der solch gesellschaftlich sinnvolle Tätigkeiten möglich mache, fordert Lothar Schnitzler.

Wie gut so etwas funktionieren kann, hätten bereits die Bürgerarbeiter bei den Saarbrücker Verkehrsbetrieben gezeigt.