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Linke kritisiert: Zu hohe Hürden für die Vergabe der Ehrenamtskarte

Linke kritisiert: Zu hohe Hürden für die Vergabe der Ehrenamtskarte

Die Bedingungen, die Ehrenamtliche erfüllen müssen, um eine Ehrenamtskarte des Regionalverbandes zu bekommen, seien "viel zu streng" - meint die Linke-Fraktion in der Regionalversammlung. Grundsätzlich sehe die Fraktion die Einführung der Ehrenamtskarte im Regionalverband Saarbrücken aber positiv.Als Begründung für ihre Einschätzung wertet die Linke die Tatsache, "dass bis Ende Januar nur 90 Ehrenamtliche die Karte beantragt" hätten (die SZ berichtete).

Es sei völlig überzogen, dass man die Ehrenamtskarte nur bekommt, wenn man nachweist, dass man fünf Stunden pro Woche ehrenamtlich im Einsatz ist - und das fünf Jahre lang ununterbrochen. Die Linke meint, es sei nachvollziehbar, dass nur Leute ein Recht auf die Karte haben, die kein Entgelt oder Honorar erhalten. Allerdings müssten auch diejenigen die Karte bekommen, die eine Pauschale für ihre Unkosten erhalten.

"Nicht nachvollziehbar und total bürokratisch" ist nach Auffassung der Linken "die Prüfung der geleisteten ehrenamtlichen Arbeit". Denn dazu müsse "die geleistete Stundenzahl von den Vereinsvorsitzenden und Ortsvorstehern oder Bürgermeistern bestätigt werden". Nach Auffassung der Linken sind diese "Prüfbedingungen abschreckend" und führen dazu, dass viele Leute die Karte nicht beantragen, obwohl sie ihnen zustünde.