Linke fordert Ausbau der Saarbahn nach Forbach und zur Universität

Linke fordert Ausbau der Saarbahn nach Forbach und zur Universität

Der verkehrspolitische Sprecher der Linksfraktion im Stadtrat, Lothar Schnitzler, fordert die Landesregierung auf, mit Frankreich eine Saarbahn-Linie von der Uni nach Forbach zu schaffen. Damit geht die Diskussion über den Saarbahn-Ausbau in die nächste Runde. Auch die Grünen-Landtagsfraktion fordert eine Saarbahn-Verbindung von Saarbrücken nach Forbach (wir berichteten).

Der Linken-Verkehrsexperte Schnitzler sagt, die Sperrung der Fechinger Talbrücke zeige, wie störanfällig die Verkehrslage in der Stadt ist. Gerade eine Nord-Süd-Verbindung der Saarbahn fange die großen Nutzerströme in Saarbrücken besser auf.

Denn zwischen Saarbrücken und Forbach sind Schnitzler zufolge viele Pendler sowie Bürger auf Einkaufs- oder Freizeitfahrten unterwegs. Dazu komme der Schichtverkehr von ZF und anderen Betrieben im Industriegebiet Süd. Fast durchgängig sei die Metzer Straße verstopft. Ähnlich sei die Situation zu den Stoßzeiten auf dem Meerwiesertalweg und anderen Durchgangsstraßen.

Der Eurodistrikt Saar-Moselle habe 2014 in einer Studie eine Straßenbahnlinie zwischen den beiden Städten prüfen lassen. Das Ergebnis sei positiv gewesen, aber die Landesregierung reagiere darauf nicht. Die Probleme zahlreicher Arbeitnehmer , Studenten und Schüler aus Frankreich, aus der Stadt und dem Umland, die täglich gezwungen seien, mit dem Auto nach Saarbrücken zu pendeln, würden einfach nicht zur Kenntnis genommen, sagt Schnitzler. Ein Ausbau der Saarbahn und des öffentlichen Nahverkehrs könne die Zahl der Autos in der Stadt deutlich senken und das Pendeln erleichtern.

Bis zu 80 Prozent der Projektkosten könne die EU übernehmen, sie müssten aber bis 2023 abgerechnet werden. Die übrigen Kosten könnten sich die deutsche Seite und Frankreich teilen.