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Liegt dem HSV die Wundertüte?

Der Plan steht, die Umsetzung soll folgen: Im Heimspiel peilt Trainer Markus Zeimet mit seinen Handballerinnen vom HSV Merzig-Hilbringen die Rückkehr in die Erfolgsspur an. Foto: Ruppenthal
Der Plan steht, die Umsetzung soll folgen: Im Heimspiel peilt Trainer Markus Zeimet mit seinen Handballerinnen vom HSV Merzig-Hilbringen die Rückkehr in die Erfolgsspur an. Foto: Ruppenthal FOTO: Ruppenthal
Merzig. Den ersten Patzer vor eigenen Fans wollen die Saarlandliga-Handballerinnen des HSV Merzig-Hilbringen bereits am kommenden Sonntag in der Thielspark-Halle Merzig wieder ausbügeln. Gegner beim zweiten Heimspiel in Folge ist der TBS Saarbrücken II. Von SZ-Mitarbeiter Roland Schmidt

Die erste Heim-Schlappe ist noch nicht verdaut, da wird den Saarlandliga-Handballerinnen des HSV Merzig-Hilbringen schon der nächste dicke Brocken serviert. An diesem Sonntag treten die Mädels von Trainer Markus Zeimet ab 18 Uhr in der Merziger Thielspark-Halle gegen den Tabellen-Fünften TBS Saarbrücken II an - und sie wollen unbedingt punkten. Der jüngste HSV-Patzer vor eigenen Fans gegen den Tabellen-Zweiten FSG Dudweiler-Fischbach soll die Ausnahme bleiben. Soweit der Plan der mit 15:11 Punkten sechstplatzierten Merzigerinnen.

Die Trauben hängen zwar hoch, dennoch ist Zeimet guter Dinge: "Der TBS II spielt einen schnellen Handball, aber nicht so körperbetont wie andere Teams. Das liegt uns mehr." Die Schwächen aus der vergangenen Partie hat er aber im Hinterkopf, denn da tat sich sein Team gegen eine aggressive Dudweiler Abwehr schwer: "Wir haben drei B-Jugend- und drei A-Jugendliche im Kader. Doch sie müssen sich noch an die Härte in der Saarlandliga gewöhnen", erinnert Zeimet an die 22:25-Heimniederlage.

Rodica Tonita lässt sich von rustikal einsteigenden Abwehrspielerinnen dagegen nicht aus der Ruhe bringen. Die 42-Jährige wechselte vom Bezirksligisten HWE Erbach-Waldmohr zum HSV und sie hat in ihrer langen Karriere schon so einige Schläge einstecken müssen. Auf ihrer Position im Rückraum sind Attacken der gegnerischen Abwehr nicht selten. "Ich kann auf der rechten oder auf der linken Seite spielen. Dort, wo ich eben gebraucht werde. So zwanzig Minuten halte ich noch durch", flachst die Allrounderin.

Nach der hohen Fehlerquote im vergangenen Heimspiel müsse ihr Team gegen den TBS II die Chancen wieder besser nutzen. Sonst drohe die nächste Niederlage, prophezeit Tonita. Der Trainer stimmt ihr zu: "Zuletzt haben auch Spielerinnen geschwächelt, die sonst ein Spiel alleine entscheiden", sagt Zeimet und denkt dabei an Hanna Spallek. Die Linksaußen erzielte gegen Dudweiler nur drei Tore und war von ihrem Schnitt von fast zehn Treffern pro Spiel weit entfernt. "Wir haben zu viele Bälle verworfen und sind an der Niederlage somit selbst schuld", gibt sich Merzigs Top-Torjägerin selbstkritisch und blickt nach vorne: "Wir müssen die Schlappe schnell abhaken, den Kopf heben und uns auf den kommenden Gegner konzentrieren."

Doch leicht auszurechnen, ist der nicht. Nicht selten kommt es vor, dass Oberliga-Spielerinnen des TBS I im Saarlandliga-Team aushelfen. "Sogar blockweise. Der TBS II ist eine Wundertüte. Man weiß vorher nie, mit wem man es zu tun bekommt", warnt Zeimet.