Lieber günstige Wohnungen statt Messe

Die Bürgerpark-Initiative freut sich über die Unterstützung der Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, der Bushaltestelle "Auf der Werth" den Namenszusatz "Bürgerpark" zu geben. Dadurch werde nach Ansicht des Vereins und der Oberbürgermeisterin ein Zeichen für den Kulturwert des Parkes gesetzt.

Uneinigkeit zwischen dem Verein und der Landeshauptstadt bestehe aber nach wie vor über die Messepläne der Stadt, so die Bürgerpark-Initiative in einer Mitteilung. Der Verein freue sich zwar, dass das Areal des Bürgerparks nicht angetastet werde solle. Das neue Messe- und Congresswesen an der Kongresshalle zu fixieren, bringe allerdings dem international anerkannten Park nur Nachteile. An Messe- und Kongresstagen führe das zu einem innerstädtischen Verkehrschaos, während ansonsten das Viertel wegen seiner überwiegenden Bebauung mit Büro- und Verwaltungsgebäuden menschenleer bleibe, kritisiert die Initiative. Anstatt den Parkplatz hinter der Agentur für Arbeit mit einer weiteren "Messehalle" zu bebauen, wünscht sich der Verein an gleicher Stelle Sozialen Wohnungsbau. Der Bürgerpark würde in dem weniger genutzten St. Johanner Teil belebt und soziale Kontrolle würde in den Park einziehen. Das umliegende Viertel würde belebt und eine solche Maßnahme würde zudem zu Sozialer Ausgewogenheit im Viertel rund um die Congresshalle führen. Alle Gründe dafür, habe der Verein schon im August 2014 eingebracht. Sie würden nach Ansicht des Vereines allerdings von den regierenden Parteien im Stadtrat weiter ignoriert. "Ein Messe-Zentrum gehört nicht in die Innenstadt. Das wäre so, als ob man die Kölner Messe neben den Dom bauen wollte", sagt Andreas Heiske, der Vorsitzender der Bürgerpark-Initiative. Unterstützung bekommt die Initiative dabei von der Fraktion der Linken im Stadtrat. Sie begrüßen den Vorstoß, Flächen am Rande des Bürgerparks auf ihre Tauglichkeit für den Bau von Sozialwohnungen zu überprüfen.