Lesung mit dem Autor Martin Bettinger im Bistro 1860

Am Mittwoch, 11. Juni, liest Martin Bettinger auf Einladung des Frauenkulturstammtisch Homburg und der Seniorenbeauftragten der Stadt im Homburger Bistro 1680 (ehemals Stadtcafé), Am Marktplatz 8, aus seinem neuen Buch „Ein Galgen für meinen Vater“.

Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

In seinem neuen Buch erzählt Martin Bettinger von den letzten Monaten, die ein Sohn mit seinem Vater verbringt. Nachdem sie zusammen zahlreiche Berge bestiegen haben, muss der Sohn den Vater auf seiner letzten Reise begleiten, dem Weg hinaus aus der Welt. So unternehmungslustig der Vater durchs Leben ging, so schwer fällt es ihm, Abschied zu nehmen, heißt es in der Pressemitteilung. Als der Tod immer engere Kreise zieht, bündelt er alle verbliebene Kraft, um ihm zu entkommen. Der Sohn soll bei der letzten Flucht helfen.

Ohne Pathos erzählt der Roman von einer Tragik, die viele kennen und der sich kaum jemand entziehen kann: Dass man sterben muss und es nicht will, dass man leben will und es nicht kann, dass man den Vater lieben und ihm doch irgendwann den Tod wünschen kann. Ein Buch, in dem sich viele Betroffene und Angehörige wieder finden. Aber auch eine Geschichte, die Mut macht, denn so schwer es ist, Abschied zu nehmen, so schön war es, mit dem Vater durch ein ereignisreiches Leben zu gehen.

Martin Bettinger veröffentlichte bislang fünf Romane und zwei Erzählbände, zuletzt die Beziehungskomödie "Die Liebhaber meiner Frau" und das Neuseelandbuch "Wo der Tag beginnt". Er erhielt mehrere Preise, unter anderem den Gustav-Regler-Preis des Saarländischen Rundfunks und das Berlin-Stipendium der Landesvertretung. Zuletzt war er in Wellington/Neuseeland. Nach Jahren in Berlin und Neuseeland lebt Martin Bettinger inzwischen wieder im Saarland.

martin-bettinger.de