Leserbrief zum Thema Verkehrspolitik

Saarbahn verunstaltet die Stadt

Zum Leserbrief "New York als Vorbild" - SZ vom 16. Januar

Lieber Herr Koebnick, leider und zu meinem Bedauern gab es in Saarbrücken keine Wiederkehr der Straßenbahn! Vielmehr wurde eine neue S-Bahn installiert. Eine Straßenbahn hat eine schmalere Spur mit geringerem Kurvenradius. Deshalb kann eine Straßenbahn Stadtteile für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erschließen, die jetzt mit dem Bus erreicht werden. Nun müssen wir in Saarbrücken mit dem Monstrum S-Bahn leben, das nicht nur unsere Stadt verunstaltet, sondern auch zum kompletten Niedergang nicht nur der Kaiserstraße geführt hat. So schön und gut die "Erweiterungen nach Saargemünd und Lebach" sind, diese wären auch mit einer Verzahnung einer echten Straßenbahn mit der S-Bahn erreichbar gewesen. Ich kenne keine andere Stadt, in der eine S-Bahn durch die City und schmale Wohnstraßen fährt, sie hat immer einen eigenen Bahnkörper (zum Beispiel in Berlin). Jedes Mal, wenn ich Straßenbahn fahre (in Berlin, Mannheim, Karlsruhe, Straßburg) denke ich daran, welche Chance man in Saarbrücken leider verpasst hat.

Manfred Scheffer, Saarbrücken