Leserbrief zum Thema Radfahren

Radeln zwischen Autospuren, ein Hohn!

Zur Berichterstattung über die Wilhelm-Heinrich-Brücke

Radwege zwischen Autospuren. Nein, danke! Gleichberechtigtes Nebeneinander zwischen Rad- und Autofahrern. Ein Hohn! Ich erledige die meisten Wege in der Stadt mit dem Fahrrad.

Und dabei erlebe ich alles andere als ein gleichberechtigtes Miteinander, vor allem weil ich als Radlerin ein schwaches Glied in der Kette bin.

Die Radwege sind meist zugeparkt - wenigstens das kann auf der Wilhelm-Heinrich-Brücke nicht passieren - und enden im Nichts. Autofahrer überholen riskant und schneiden einen, weil sie nicht einen Moment abwarten können. Für Autofahrer sind Radfahrer ein Störfaktor. Ich bin froh, dass ich einen Spiegel am Fahrrad habe, mit dem ich immer den rückwärtigen Verkehr beobachten und abschätzen kann, was ein Autofahrer gerade vorhat. Man muss schon sehr mutig sein, wenn man sich mit dem Fahrrad in den von den Autos dominierten Straßenverkehr begibt. Ich kenne viele Menschen, die gerne radeln, sich aber nicht in den belebten Straßenverkehr trauen. Bestimmt werde ich die Radwege auf der Wilhelm-Heinrich-Brücke nicht nutzen, vor allem wenn ich mit meiner Tochter unterwegs bin, und weiter auf den breiten Gehwegen fahren. Fußgänger sind weitaus weniger gefährlich als aggressive, vom Verkehr gestresste Autofahrer , für die jede rote Ampel ein rotes Tuch ist.

Sabine Eberts-Wahlen,

Saarbrücken