| 20:58 Uhr

Deutsche Meisterin im Western-Reiten
Lenya Lambeng reitet zu Gold, Silber und Bronze

Erfolgreiches Duo: Lenya Lambeng und die Stute SD Griffin Gayle.
Erfolgreiches Duo: Lenya Lambeng und die Stute SD Griffin Gayle.
HEUSWEILER. Von Daniel Novickij

„Ich saß bereits auf einem Pferd, bevor ich laufen konnte“, sagt Lenya Lambeng. Die große Leidenschaft der Gymnasiastin aus Heusweiler ist das Western-Reiten. Die 16-Jährige qualifizierte sich für die deutschen Meisterschaft in Rieden-Kreuth in Bayern. „Dieses Jahr wird mein Jahr“, sagte sie vor den Titelkämpfen. Und sie sollte Recht behalten.


Lenya Lambeng ging in der Jugendklasse in vier Disziplinen an den Start. In allen erreichte sie das Finale. Im „Trail“ wurde Lambeng Neunte, im „Superhorse“ gewann sie die Bronzemedaille, im „Ranch Riding“ sicherte sie sich Silber – und im „Reining“ gewann die 16-Jährige den deutschen Meister-Titel.

Dabei hat die amtierende Saarlandmeisterin in den Disziplinen „Reining“, „Pleasure“, „Horsemanship“, „Ranch Riding“ und „Trail“ keine einfache Phase hinter sich. Denn vor einigen Jahren sei ihr selbstgezüchtetes Pferd gestorben. „Es war eine sehr schwierige Zeit für uns alle“, berichtet Lenyas Mutter Graziella Ammirati-Lambeng. Das Pferd, mit dem sie nun reite, sei noch gar nicht so lange da. Umso ungewöhnlicher sei ihr Triumph mit der 2006 geborenen Quarter-Horse-Stute, die den Namen SD Griffin Gayle trägt.



Die Erfolgsgeschichte begann bereits in der Kindheit. „Wir haben zuhause einen kleinen, privaten Reitplatz“, erzählt Lenya Lambeng. Sie sei jeden Tag am Stall und kümmere sich dort um die Pferde. „Mama unterstützt mich sehr. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen“, lobt die 16-Jährige. Den ersten Kontakt mit dem Western-Reiten hatte die frisch gebackene deutsche Jugend-Meisterin durch die Mutter. „Sie lernte zunächst alles alleine“, sagt Ammirati-Lambeng. Erst später habe sie Reitstunden genommen. Dann kam der Wechsel zum Western-Reiten.

Auch heute sei ihre Tochter jeden Tag am Stall, berichtet die Mama. Trotz Schulstress. „Es ist schwierig, die Schule und das Reiten unter einen Hut zu bekommen. Aber es klappt schon“, erläutert Gymnasiastin Lenya Lambeng: „Man braucht da einen gewissen Biss.“ Und was fasziniert sie an der Sportart Western-Reiten? „Dass das Pferd so selbstständig ist.“ Normalerweise gebe der Reiter Vorgaben an das Tier. Im Western-Reiten sei besonders, dass das Pferd nicht immer jemand brauche, der es führe. Nachdem der Reiter dem Pferd etwas gesagt habe, mache das Tier dies solange, bis eine neue Anweisung komme.

Und was mag sie am liebsten? „Meine Lieblingsdiziplin ist ,Ranch’“, sagt Lenya Lambeng: „Hier reite ich auf meinem Pferd auf einem vorgeschriebenen Weg.“ Dies sei ein Pfad mit Hindernissen.