Lektion für Ex-Bildungsminister

Die Fastenzeit nutzen einige eifrige Landespolitiker, um gute Vorsätze in Sachen Diät und Schonkost umzusetzen. Manche haben auch vorübergehend Abstinenz gelobt. So orderten beispielsweise viele Mitglieder der CDU-Fraktion in ihrer routinemäßigen Sitzung gestern schlichtweg pures Mineralwasser, als Finanzminister Stephan Toscani (CDU ) anlässlich seines 49. Geburtstages am Wochenende eine Runde Kaltgetränke spendierte.

Statt Sekt gab es meist ernüchterndes Selters.

CDU-Schwergewicht Hermann Scharf (54), der im trauten Oberthaler Eigenheim derzeit auf die Hausmannskost seiner Mutter Johanna verzichten muss, hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Bis Ostern will der Sozialpolitiker zehn Kilo Masse verlieren, die Waage soll sich dann bei 110 Kilo statt bei zuletzt 120 Kilo einpendeln. Die ersten sechs Pfund sind angeblich schon gefallen. Sein Rezept dafür: Nur noch halbe Portionen - auch aus der Landtagsküche.

Eine neue Lektion hat der frühere Bildungsminister und Grünen-Politiker Klaus Kessler (64) am Dienstcomputer gelernt. Eher zufällig startete das IT-Talent per Mausklick eine Aktualisierung des Windows-Betriebssystems. Nach zweistündiger Wartezeit musste er enttäuscht zur Kenntnis nehmen, dass der Drucker und die Textverarbeitung streikten. Grüne Technikexperten leisteten ihrem Vize-Fraktionschef erfolgreich Beistand. Nach einigen weiteren Stunden, in denen Kessler intensiv in dem Buch "Die digitale Bildungsrevolution" schmökern durfte, gelang es, die Installation wieder rückgängig zu machen.

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