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Lehrerverband fordert Ende der Kürzung der Eingangsbesoldung

Saarbrücken. Die Vorsitzende des Saarländischen Lehrerinnen- und Lehrerverbands (SLLV), Lisa Brausch, unterstützt die Forderungen von Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD ), wegen des Flüchtlingszustroms weitere 56 Lehrerinnen und Lehrer einzustellen. Dietmar Klostermann

Auch die Linksfraktion im Landtag und der SPD-nahe Verein "Landeselterninitiative für Bildung" begrüßten dies. Brausch kritisierte aber, dass es dem Ministerium nicht mehr für alle Schulformen gelinge, die dafür spezifisch ausgebildeten Pädagogen einzustellen. So müsse man sich mit Kandidaten aus anderen Schulformen behelfen, die zum Teil noch nicht voll ausgebildet seien. Diese Behelfslösung sei nicht tragbar. "Für die speziellen Anforderungen der einzelnen Schulformen brauchen wir die für die jeweiligen Schulformen ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer", betonte Brausch. Sie forderte erneut von der CDU/SPD-Landesregierung, jungen Lehrern die volle Eingangsbesoldung zu bezahlen und ihnen feste Planstellen statt Zeitverträge anzubieten. Nur so werde das Saarland im bundesweiten Wettbewerb um ausgebildete Lehrer nicht abgehängt, so Brausch.

Eine Sprecherin Commerçons sagte, nur für die Grundschulen habe es nicht genügend Bewerberinnen gegeben. Deshalb seien an Grundschulen auch Gemeinschaftsschullehrer eingestellt worden. Grund für den Engpass sei, dass erst seit drei Jahren Grundschullehrer an der Saar-Uni ausgebildet würden. Diese Anwärter stünden ab 2017/18 zur Verfügung.