Lebacher Straße: Hartes Ringen um das Nachtfahrverbot für Lkw

Lebacher Straße: Hartes Ringen um das Nachtfahrverbot für Lkw

Kommt das Lkw-Nachtfahrverbot in der Lebacher Straße oder nicht? 1214 Unterschriften hatte der Stadtteilverein "Malstatt - gemeinsam stark" Bürgermeister Ralf Latz (SPD ) im Dezember übergeben (die SZ berichtete).

Nun haben sich beide Seiten zusammengesetzt und eine Zwischenbilanz gezogen.

"Wird der Schwerlastverkehr aus der Lebacher Straße verbannt, reduziert sich dort, nun auch ‚amtlich' bestätigt, der Verkehrslärm ", schreibt der Verein. Doch gleichzeitig würde sich der Lärm in der Camphauser Straße am Ludwigskreisel erhöhen, wenn die Lkw künftig über die A 8 und A 623 fahren. Der Verein zieht daraus folgenden Schluss: "Wir müssen die Belange der Bürger in der Camphauser Straße stärker beachten. Das darf aber nicht dazu führen, dass in der Lebacher Straße weiter ungebremst die Laster fahren." Der Verein schlägt als mögliche Lösung vor, Tempo 30 in Höhe der Häuser am Ludwigskreisel einzuführen. "Parallel dazu kann dann die Umsetzung des Lkw-Nachtfahrverbots in der Lebacher Straße angegangen werden." Dafür werde der Verein weiter kämpfen.

Stadtpressesprecher Thomas Blug erklärte, Ende April werde die Verwaltung in einer Bürgerversammlung mögliche Alternativen vorstellen und mit den Bürgern diskutieren. Dazu zählten ein Nachtfahrverbot genauso wie Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Blug betonte aber mit Blick auf die Camphauser Straße: "Es macht keinen Sinn, ein Problem zu lösen und ein anderes zu schaffen." Bereits bei der Unterschriftenübergabe hatte Latz erklärt, er müsse die Interessen aller Betroffenen im Blick haben. Der Verein hatte 2015 selbst den Verkehr gezählt. Demnach fuhren täglich mehr als 800 Lkw durch die Lebacher Straße. Das sei unzumutbar.

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