Lafontaine und Linsler schwören die Linke ein

Saarbrücken. Angriffslustig zeigten sich die Saarbrücker Linken am Freitagabend in der Congresshalle, wo sie ihren Direktkandidaten für die Bundestagswahl im Wahlkreis Saarbrücken küren wollten

Saarbrücken. Angriffslustig zeigten sich die Saarbrücker Linken am Freitagabend in der Congresshalle, wo sie ihren Direktkandidaten für die Bundestagswahl im Wahlkreis Saarbrücken küren wollten. Bevor sie die Pflichtaufgabe erfüllten - Volker Schneider (Foto: Becker & Bredel) erhielt 63 von 84 möglichen Ja-Stimmen und ist somit der Spitzenkandidat der Linke Saarbrücken - stimmten Oskar Lafontaine und Rolf Linsler ihre Genossen auf das Superwahljahr ein. "Wir sind die einzige Partei, die für soziale Gerechtigkeit steht", meinte Linsler. Die Landesregierung bezeichnete er als "Grundschul- und Grubenschließungspartei". An die Mitglieder der Linken appellierte er: "Wir müssen mit internen Streitereien aufhören und unsere Kräfte bündeln. Dann kann es uns gelingen, Lafontaine nochmals zum Ministerpräsidenten zu machen."

Der nahm den gereichten Staffelstab gerne auf, will seinen Verzicht auf das Direktmandat des Wahlkreises als Botschaft an den politischen Gegner verstanden wissen: "Damit kein Zweifel an meiner Ernsthaftigkeit daran besteht, dass ich saarländischer Ministerpräsident werden will." Entgegen anderslautenden Meldungen versicherte er auch: "Ich bin rund und gesund."

Sein politisches Credo: "Es geht darum, einen weiteren Sozialabbau zu verhindern." Deshalb setze er darauf, Arbeitnehmer und Rentner zu schützen und fordert eine Millionärs- oder Vermögenssteuer. Weitere Forderungen Lafontaines: Die Unternehmensform Mitarbeitergesellschaft fördern ("Nur die Belegschaft schützt die eigenen Arbeitsplätze") und: "Hartz IV muss weg." al